Schnipp Schnapp – die Lorbeerkirsche schneiden

Die Lorbeerkirsche – sie ist ein optimaler Sichtschutz, eine natürliche Abgrenzung zum Nachbargrundstück, eine hübsche Zierpflanze und vieles mehr. Doch ab und an kann es notwendig werden, ihren Wuchs zu bändigen, unansehnliche Pflanzenteile zu entfernen und ihre Form zurückzugewinnen. Dann ist Schneiden angesagt!

Lorbeerkirsche pflanzen

Wann kann ein Schnitt notwendig werden?

Generell ist die Lorbeerkirsche gut schnittverträglich und kann sporadisch geschnitten werden. Bei folgenden Gründen kann ein Schnitt empfehlenswert sein:

  • ausladender und sperriger Wuchs
  • krankes, totes, vertrocknetes und altes Holz
  • zu viel Raum einnehmend
  • von Krankheiten befallen
  • aus der Form geraten
  • Triebe im Winter erfroren

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Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt

Der ideale Zeitpunkt ist kurz vor Beginn des Austriebs gekommen. Dies ist gewöhnlich zwischen März und Anfang April der Fall. Doch die Lorbeerkirsche kann auch noch bis Juni mit einem Schnitt versehen werden. Doch Achtung: Wer zu spät und zu viel schneidet, dem entgeht im Hochsommer die funkelnd weiße Blütenpracht.

Auslichtungs- und Rückschnitt

Freiwachsende Lorbeerkirschen sollten regelmäßig ausgelichtet werden. Hecken sollten am besten zweimal im Jahr einen Rückschnitt erhalten. Das erste Mal Anfang Juni und das zweite Mal Ende September oder im Frühjahr.

Wer eine dichte Hecke erhalten will, sollte den Neuaustrieb halbieren. Anschließend verzweigt sich die Lorbeerkirsche gut. Grundsätzlich lässt sich sagen:

  • kleinere Exemplare: 10 bis 15 cm zurückschneiden
  • größere Exemplare: 30 bis 50 cm zurückschneiden

Radikal Schneiden

Ein Radikalschnitt ist allenfalls notwendig, wenn die falsche Sorte gepflanzt wurde oder die Lorbeerkirsche unbändig gewachsen ist. Alle Lorbeerkirschen vertragen einen radikalen Rückschnitt bis ins alte Holz. Anschließend sollte das Gewächs wieder regelmäßig in Form geschnitten werden.

Achtung: Fehler vermeiden

  • keine Heckenschere (24,00€ bei Amazon*) verwenden (zerschnittene, große Blätter wirken sonst unansehnlich)
  • per Hand und mithilfe einer scharfen Gehölzschere zurückschneiden
  • nicht bei Frost schneiden, um Erfrierungen zu vermeiden
  • nicht bei feucht-warmem Wetter schneiden, um Risiko für Krankheitsbefall zu minimieren

Tipps & Tricks

Überlegen Sie vor dem Schneiden, welche Zweige Sie wegnehmen wollen. Dadurch wird verhindert, dass durch das Schneiden ein unschönes ‚Loch‘ entsteht und die Pflanze unnatürlich in ihrem Wuchsbild wirkt.

Text: Anika Gütt
Social Media Manager

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