Das Löwenmäulchen lockt Insekten in den Garten

Das Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) bereichert Ihren Garten gleich innzweierlei Hinsicht. Zum einen bringt die ansehnliche Blüte schöne Farbakzente in die Beete, zum anderen lockt die Sommerblume zahlreiche Insekten an. Gewiss tut sie das nicht nur, um Ihnen als Gärtner eine Freude zu bereiten. Lesen Sie auf dieser Seite, wie das Löwenmäulchen von den nützlichen Insekten profitiert.

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Das Löwenmäulchen ist bei nektarliebenden Insekten sehr beliebt

Merkmale des Löwenmäulchen

Herkunft und Ansprüche

  • Sommerblume
  • einjährig
  • meistens frostempfindlich
  • Die meisten Sorten stammen aus Spanien.

Erscheinung

  • Wuchsform: Halbstrauch
  • ideal für den Bauerngarten

Sorten und Züchtungen

  • Antirrhinum majus : auch Großes Löwenmäulchen genannt, ist in Europa die beliebteste Sorte
  • Antirrhinum braun-blanquetii: wächst bis zu 120 cm hoch, leider nur wenig Blüten
  • A. hispanicum.: sehr kleinwüchsig, wird nur 25 cm groß, trägt kleine rosa-rote Blüten

Fortpflanzung durch Insektenbestäubung

In Spanien, dem Herkunftsland des Löwenmäulchens, erscheinen die Blüten jedes Jahr aufs Neue. Hierzulande müssen Sie die Pflanze jedoch eigenständig vermehren, wenn Sie die Blume über Jahre kultivieren möchten. Wobei sich der Ausdruck “eigenständige Vermehrung” dann doch als eher schwierig heraus stellt. Denn um das Löwenmäulchen zu vervielfachen, sind Sie auf die Hilfe von Insekten angewiesen. Insbesondere der Besuch von Hummeln gilt als die einzige Möglichkeit, Antirrhinum majus zu bestäuben.

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Damit dies auch gelingt, hat sich die Natur eine ganz besondere Finesse einfallen lassen: Die Kronblätter besitzen eine sich überlappende Ober- und Unterlippe. Die Unterlippe ist dabei etwas nach vorn gestülpt und verschließt somit den Zugang zum Griffel. Insekten müssen die Unterlippe hinunter drücken, um an den Nektar des Löwenmäulchens zu gelangen. Dabei streifen sie die Blüte zwangsläufig mit dem Rücken und dem Kopf. Somit ist gesichert, dass Pollen auf dem Insektenleib haften bleiben und zu einer naheliegenden Pflanze transportiert werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Natalya Vdovina/Shutterstock

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