Löwenmäulchen

Löwenmäulchen säen: So gelingt die Anzucht im Garten

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Löwenmäulchen, bekannt für ihre leuchtenden Farben und ihre elegante Erscheinung, sind eine beliebte Wahl für Blumenbeete und Rabatten. Dieser Artikel führt Sie durch die Aussaat, die Pflege und die idealen Bedingungen für das Wachstum von Löwenmäulchen, damit Sie ihre Schönheit in Ihrem Garten genießen können.

Löwenmäulchen Aussaat
Löwenmäulchen können problemlos direkt ins Freiland ausgesät werden

Aussaat im Haus: Frühstart für eine frühe Blüte

Wenn Sie die Blütezeit Ihrer Löwenmäulchen verlängern möchten, bietet sich die Vorkultur im Haus an. Zwischen Januar und März ist der ideale Zeitraum, um die Samen auszusäen und den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung zu verschaffen.

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Schritt-für-Schritt Anleitung zur Aussaat im Haus

  1. Anzuchtgefäße vorbereiten: Verwenden Sie hierfür saubere Töpfe oder Anzuchtschalen, die Sie mit nährstoffarmer Anzuchterde befüllen. Streichen Sie überschüssige Erde ab und drücken Sie die Oberfläche leicht an.
  2. Saatgut ausbringen: Verteilen Sie das Saatgut gleichmäßig auf der Erde. Da Löwenmäulchen Lichtkeimer sind, bedecken Sie die Samen nicht mit Erde, sondern drücken Sie sie nur leicht an.
  3. Feuchtigkeit gewährleisten: Besprühen Sie die Samen mit Wasser, um sie anzufeuchten. Halten Sie die Erde konstant feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe.
  4. Keimbedingungen schaffen: Decken Sie die Aussaatgefäße mit Folie oder einem transparenten Deckel ab, um ein Austrocknen zu verhindern. Stellen Sie die Gefäße an einen hellen Ort mit einer Temperatur von etwa 18-20 Grad Celsius.
  5. Pikieren der Sämlinge: Sobald sich die ersten echten Blätter zeigen, etwa 14 Tage nach der Keimung, sollten Sie die Sämlinge in größere Töpfe umpflanzen. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen.
  6. Abhärten der Jungpflanzen: Bevor Sie die Jungpflanzen ins Freie setzen, sollten Sie sie an die Außenbedingungen gewöhnen. Stellen Sie sie dazu für einige Tage an einen geschützten Platz mit zeitweiser Sonneneinstrahlung.

Mit diesen Schritten schaffen Sie die besten Voraussetzungen für ein prächtiges Blütenmeer in Ihrem Garten.

Aussaat im Freiland: Unkomplizierte Direktsaat

Sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Temperaturen konstant über 8°C liegen, können Sie Löwenmäulchen direkt im Freiland aussäen. Dies ist meist zwischen Ende April und Juni der Fall. Die Direktsaat ist unkompliziert und ermöglicht eine natürliche Entwicklung der Pflanzen. Allerdings beginnt die Blütezeit bei dieser Methode etwas später im Jahr.

Schritt-für-Schritt Anleitung zur Aussaat im Freiland

  1. Standort vorbereiten: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit lockerem, humosem und gut durchlässigem Boden. Entfernen Sie Unkraut und lockern Sie die Erde gründlich auf.
  2. Saatgut ausbringen: Streuen Sie die feinen Samen gleichmäßig über das Beet und drücken Sie sie leicht an. Da Löwenmäulchen Lichtkeimer sind, sollten die Samen nicht mit Erde bedeckt werden.
  3. Feuchtigkeit gewährleisten: Wässern Sie die Samen vorsichtig mit einer Gießkanne mit feiner Brause oder einem speziellen Gießaufsatz. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, ohne die Samen wegzuschwemmen.
  4. Vereinzeln der Sämlinge: Wenn die Sämlinge groß genug sind, vereinzeln Sie sie, um ihnen ausreichend Platz zum Wachsen zu geben. Ein Abstand von etwa 20 cm ist empfehlenswert, abhängig von der Sorte können Löwenmäulchen 10 bis 50 cm breit werden.

Mit diesen einfachen Schritten ermöglichen Sie Ihren Löwenmäulchen einen guten Start und können sich schon bald an ihrer Blütenpracht erfreuen.

Pflege von Löwenmäulchen: Tipps für ein üppiges Blütenmeer

Löwenmäulchen sind relativ pflegeleicht und gedeihen prächtig, wenn ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen helfen, ein lebendiges und farbenfrohes Blütenmeer in Ihrem Garten zu schaffen.

Standort und Boden

  • Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort, da Löwenmäulchen viel Licht benötigen, aber keine direkte Mittagssonne vertragen.
  • Der Boden sollte locker, nährstoffreich und neutral bis leicht sauer sein. Eine Mischung aus Garten- oder Blumenerde mit Kompost verbessert die Bodenstruktur und Nährstoffversorgung.
  • Achten Sie auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann.

Gießen und Düngen

  • Gießen Sie die Pflanzen nach Bedarf, um den Boden leicht feucht zu halten, aber vermeiden Sie Überwässerung.
  • Verwenden Sie idealerweise Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Gießen Sie vorzugsweise morgens oder am späten Nachmittag.
  • Düngen Sie die Pflanzen regelmäßig mit Kompost oder Hornspänen, um ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte zu fördern. Bei Topfkulturen empfiehlt sich eine zweiwöchige Düngung mit flüssigem Blühpflanzendünger.

Schneiden und Ausputzen

  • Um eine buschige Wuchsform und eine Verzweigung der Pflanzen zu fördern, kürzen Sie die Triebe bei einer Höhe von etwa 10 Zentimetern. Schneiden Sie dazu die Triebspitzen ab.
  • Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blütenstände. Dies regt die Pflanze zur Bildung neuer Blüten an und verlängert die Blütezeit.