Basilikum – unverzichtbar in der Kräuterspirale

Das Wort "basilikos" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "königlich". Diesen Namen trägt das Kraut vor allem wegen seines edlen Duftes. Die buschig wachsende Pflanze ist jedoch nicht nur in der mediterranen Küche unverzichtbar, sie ist auch eine der wichtigsten Heilpflanzen des Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst. Aus diesen Gründen gehört Basilikum zu den wichtigsten Kräutern und ist daher unverzichtbar auch in der Kräuterspirale.

kraeuterspirale-basilikum
Basilikum darf in keiner Kräuterschnecke fehlen

Herkunft und Beschreibung

Viele Basilikumarten sind in Afrika und Südamerika heimisch. Bereits 1000 v. Chr. wurde das Kraut in Vorderindien kultiviert. Im 12. Jahrhundert kam es dann nach Mitteleuropa. In Indien besitzt Basilikum vor allem eine religiöse Bedeutung; das indische Basilikum (Ocinum sanctum), auch “heiliges Basilikum” genannt, ist dem Gott Vishnu geweiht und gilt als Allheil- sowie Verjüngungsmittel, aber auch als Aphrodisiakum. Das meist einjährige Basilikum wird je nach Sorte zwischen 20 und 70 Zentimeter hoch. Die kreuzgegenständigen Blätter können je nach Art und Sorte sehr unterschiedlich ausfallen. Die weiße Blüte erscheint zwischen Juni und September. Typisch ist der aromatische Duft der gesamten Pflanze.

Basilikum vor Nacktschnecken schützen

In der Regel wird Basilikum gesät, im Zimmer vorgezogen und erst Mitte Mai ins Freie gesetzt. Da es zum erklärten “Lieblingsfutter” von Nacktschnecken gehört, ist es nur im oberen Bereich der Kräuterspirale bzw. in Töpfen sicher. Eine Nachsaat ist bis September möglich. Achten Sie bei der Aussaat darauf, die Samen nicht mit Erde zu bedecken: Basilikum gehört zu den Lichtkeimern.

Standort in der Kräuterspirale

Basilikum ist sehr wärmebedürftig und empfindlich gegen Staunässe, braucht also einen durchlässigen, aber nährstoffreichen Boden. Es gehört daher in den oberen bis mittleren Bereich der Kräuterspirale, an eine sehr sonnige Stelle. Bei Trockenheit muss regelmäßig gegossen werden, denn Basilikum mag zwar keinen staunassen Boden, hat es aber trotzdem gern feucht.

Ernte

Kurz vor der Blüte ist die beste Zeit zum Abzupfen der Blätter, die möglichst frisch verwendet werden sollten. Basilikum verliert durch Trocknen rasch an Aroma, lässt sich aber sehr gut in Öl einlegen oder auch einfrieren.

Verwandte Arten und beliebte Sorten

Basilikum wird grob in zwei Unterarten gegliedert, außerdem gibt es eine Vielzahl an sehr unterschiedlichen Sorten:

  • ‘Großes Grünes’, ‘Genoveser’
  • ‘Lemon’: Zitronenbasilikum mit Zitrusaroma, passt gut zu Fischgerichten
  • ‘Cinnamon’: Basilikum mit Zimtaroma
  • ‘Opal’: rotblättrige Sorte
  • Busch- oder Zwergbasilikum: 15 Zentimeter hohe Zierform
  • Baumbasilikum (Ocinum gratissimum): wildes Basilikum aus den Tropen Afrikas und Asiens mit Nelkenaroma und scharfem Geschmack

Tipps

Pflanzen Sie Basilikum, Thymian, Majoran und Oregano zusammen in die Kräuterspirale, so haben Sie bereits die wichtigsten Kräuter für die italienische Küche beisammen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Bildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.