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In einen Eimer passt nur wenig Kompost

Für Gärtner ohne Garten: Kompost im Eimer!

Auch wenn Ihnen kein Garten zur Verfügung steht, müssen Sie auf das Kompostieren Ihrer Küchenabfälle nicht verzichten. Die Lösung ist Kompost im Eimer. Dabei gibt es simple Varianten für den Balkon ebenso wie aufwändigere Methode, die Sie sogar in der Küche anwenden können.

Kompost im Eimer – Was wird benötigt?

  • Plastiktonne mit Deckel
  • Holzlatten oder Palette
  • grobes Strauchwerk
  • Steinmehl
  • Kompoststarter
  • evtl. Regenwürmer

In den Eimer bohren Sie unten ein paar Löcher, damit der Kompost Luft bekommt. Der Eimer wird zur besseren Belüftung auf die Holzlatten oder Palette gestellt.

Kompost im Eimer aufsetzen

Unten in den Eimer legen Sie das grobe Strauchwerk. Darauf füllen Sie das anfallende Kompostmaterial aus der Küche. Schneiden Sie Obstschalen und Gemüsereste schön klein, dann zersetzt sich der Kompost schneller.

Von Zeit zu Zeit streuen Sie etwas Gesteinsmehl über den Kompostinhalt.

Damit der Kompost nicht zu nass wird, können Sie immer wieder etwas Pappe (Klopapierrollen, Küchenpapierrollen etc.) zwischen die Abfälle geben.

Aufwändig aber wirkungsvoll: Bokashi-Eimer

Bokashi kommt aus dem Japanischen und bedeutet „fermentierte Erde“. Diese Version ist aufwändig und teurer, kann dafür aber auch problemlos in der Küche durchgeführt werden. Bei dem Bokashi-Eimer handelt es sich um eine luftdicht verschließbare Tonne mit einem Ablaufhahn unten. Am besten ist es, zwei Tonnen anzuschaffen, damit in der ersten der alte Kompost zu Ende fermentieren kann.

Der Eimer wird Abfällen aus der Küche befüllt, die zuvor kleingeschnitten wurden. Geeignet sind Gemüseschalen, rohe Gemüse- und Obstreste, Kaffeesatz und ähnliches.

Die Mischung wird mit Gesteinsmehl überstäubt und der anschließend mit einem mit Sand oder Wasser gefüllten Plastikbeutel beschwert und abgedeckt. Der Deckel wird luftdicht verschlossen. Über den Ablaufhahn muss die entstehende Flüssigkeit regelmäßig abgegossen werden.

Wann ist der Kompost im Eimer fertig?

Nach mehreren Monaten sollten Sie Kompost in einen anderen Behälter umsetzen, sodass die unteren Schichten nach oben kommen.

Der Kompost braucht je nach Material circa ein Jahr, bis Sie ihn als Dünger für Ihre Pflanzen verwenden können.

Tipps

Bei der Kompostierung im Bokashi-Eimer entstehen bei richtiger Anwendung weder Gerüche noch Schädlingsbefall. Durch die Kübel-Methode kommt es zu leichten Gerüchen und gelegentlichem Fliegenbefall. Stellen Sie den Kübel nicht direkt neben Türen oder Fenster.

Text: Sigrid Hestermann Artikelbild: granata68/Shutterstock

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