Wo ist Kirschlorbeer verboten?

Der Kirschlorbeer ist in den letzten Jahren stark in Verruf geraten. So bezeichnet etwa der NABU die Lorbeerkirsche als „ökologische Pest“. Doch woran liegt das? Und ist Kirschlorbeer bereits mancherorts verboten? Diese Fragen klären wir in unserem Beitrag.

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Da der Kirschlorbeer für Bienen und Insekten nicht nutzbar ist, ist ein baldiges Verbot landweit denkbar

Ist der Kirschlorbeer in Deutschland verboten?

Bislang ist der Kirschlorbeer in Deutschland noch nicht grundsätzlich verboten. Lediglich in einzelnen Gebieten darf man keine Lorbeerkirsche mehr anpflanzen. Das bekannteste Beispiel dafür sind die Flächen der Essener Kleingartenvereine, auf denen es seit Ende des Jahres 2020 verboten ist, Kirschlorbeer zu pflanzen. Darüber hinaus mussten die Grundstücksinhaber Altbestände der Kirsche dort komplett entfernen.

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Übrigens: In Österreich und der Schweiz ist Kirschlorbeer (noch) nicht verboten.

Warum soll Kirschlorbeer verboten werden?

Der Kirschlorbeer soll verboten werden, weil sein ökologischer Nutzen sehr gering ist. Alle Pflanzenteile sind für Menschen und die meisten Tiere giftig. Ausnahme: Amseln und andere Drosseln können die Früchte unbeschadet fressen, da sie die giftigen Kerne nicht zerkauen.

Die Lorbeerkirsche ist wenig insektenfreundlich, da sie maximal als Unterschlupf, nicht aber als Nahrungsquelle fungieren kann. Deshalb rät etwa der Naturschutzbund NABU explizit davon ab, im Garten Kirschlorbeer zu pflanzen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Kirschlorbeer umfassend verboten wird.

Tipp

Schon vor dem Verbot von Kirschlorbeer auf Alternativen umsteigen

Der Natur zuliebe empfiehlt es sich, nicht auf das endgültige Verbot des Kirschlorbeers zu warten, sondern schon jetzt auf Alternativen umzusteigen. Wählen Sie nach Möglichkeit heimische Pflanzen, die Insekten als Nahrungsgrundlage dienen und somit anziehen, was wiederum die vom Aussterben bedrohten Wildvögel in ihrem Überlebenskampf unterstützt. Die Eibe beispielsweise ist wie eine Kirschlorbeerhecke immergrün und blickdicht.

Text: Natascha Mussger
Artikelbild: LifeisticAC/Shutterstock

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