Darf man Kirschlorbeer entfernen?

Haben Sie davon gehört, dass viele Naturschützer Kirschlorbeer kritisch sehen, und denken nun darüber nach, Ihre Pflanze aus dem Garten zu entfernen? Ob das erlaubt ist und was Sie sonst noch dazu wissen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Da Kirschlorbeer keinen ökologischen Nutzen hat, kann er jederzeit entfernt werden

Ist das Entfernen eines Kirschlorbeers erlaubt?

Das Entfernen eines Kirschlorbeers ist erlaubt und auch erwünscht. In manchen Regionen gibt es mittlerweile sogar ein Gesetz, das Kirschlorbeeren komplett verbietet. So hat etwa der Stadtverband der Essener Kleingärtnervereine im Jahr 2020 verfügt, dass Kirschlorbeer nicht mehr angepflanzt werden darf und vorhandene Lorbeerbüsche und -hecken zu entfernen sind.

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Warum ist Kirschlorbeer mancherorts verboten?

Kirschlorbeer ist mancherorts verboten, weil er als ökologisch wertlos gilt. Dies liegt an seiner Giftigkeit. Der NABU geht sogar soweit, die Pflanze als „hochgiftige, ökologische Pest“ zu bezeichnen. Naturschützer protestieren dagegen, den Kirschlorbeer anstelle von einheimischen Sträuchern und Hecken zu pflanzen, die Insekten und (allen) Vögeln nicht nur als Unterschlupf, sondern auch als Nahrungsquelle dienen können.

Wann darf man Kirschlorbeer entfernen?

Kirschlorbeer darf man von Oktober bis Februar entfernen. Von März bis September ist es nach §39 des Bundesnaturschutzgesetzes hingegen verboten, den Kirschlorbeerbusch oder die Kirschlorbeerhecke zu schneiden oder gar komplett zu beseitigen. Der Grund dafür ist, dass während dieser Zeit Vögel im Kirschlorbeer nisten könnten.

Tipps

Nur wenige Vögel vertragen die Beeren des Kirschlorbeers

Die einzigen Vögel, denen die Beeren des Kirschlorbeers gut bekommen, sind Amseln und andere Drosseln. Sie fressen die Früchte sogar sehr gerne. Diese Vögel vertragen die Beeren, weil sie darauf verzichten, die Kerne, die das Gift enthalten, zu zerkauen.

Text: Natascha Mussger
Artikelbild: Eileen Kumpf/Shutterstock

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