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Hecken dürfen nicht zu jeder Jahreszeit entfernt werden

So entfernen Sie eine Hecke

Beim Rausreißen einer Hecke müssen Sie die gesetzlichen Bestimmungen beachten. Sie geben den Zeitraum vor, in welchem solche Maßnahmen durchgeführt werden dürfen. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und verwenden Sie die entsprechenden Geräte.

Rechtlicher Hintergrund

Das Rausreißen von Hecken ist zwischen dem 1. März und dem 30. September gemäß Bundesnaturschutzgesetz verboten. Das Gesetz ist in allen Bundesländern gültig und bezieht sich auf freie Landschaften und Siedlungsbereiche. Erlassen wurde das Gesetz zum Schutz der Brut- und Lebensstätten wild lebender Tiere. Es dient hauptsächlich dem Schutz heimischer Vögel, deren Brutstätten durch massive Eingriffe in die Natur stark beeinträchtigt oder vollständig zerstört wurden. Gehölze sind wichtige Lebensräume für Vögel, die in privaten Gärten geschont werden sollen.

Innerhalb der Bundesländer kann es Sonderregelungen geben, die den Gehölzschnitt und das Entfernen von Hecken betreffen. Ausnahmen von den festgesetzten Schonzeiten können für kranke Sträucher oder für Gehölze gelten, die eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. Das Ordnungsamt gibt Auskunft über etwaige Sonderregelungen. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften gilt als Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld bestraft wird.

Anleitung zum Entfernen

Informieren Sie Ihren Nachbarn über die bevorstehenden Arbeiten, damit keine bösen Überraschungen entstehen. Nutzen Sie beim Rausreißen entsprechende Schutzkleidung. Sie benötigen für die Arbeiten einen Spaten, eine Ast- und Heckenschere sowie ein Handbeil oder eine Säge. Kettensäge und Minibagger erleichtern das Entfernen von alten Sträuchern und großen Hecken.

1. Stammbasis befreien

Entfernen Sie das Geäst an der Stammbasis, damit Sie diesen später problemlos absägen können. Für kleinere Zweige eignet sich eine Heckenschere. Dickere Äste werden mit einer Astschere abgeschnitten.

2. Stämme absägen

Durchtrennen Sie die Stämme an der Basis mit einem Handbeil oder einer kleinen Säge. Achten Sie bei größeren Sträuchern auf die Fallrichtung, um nichts zu beschädigen.

3. Wurzeln beseitigen

Entfernen Sie die komplette Wurzel aus der Erde. Im Boden verbleibende Wurzelstücke können erneut austreiben. Alte Hecken haben ein weitreichendes Wurzelsystem aufgebaut, wodurch dieser Arbeitsschritt erschwert wird.

Tipps zum Entfernen der Wurzeln:

  • Wurzeln mit einem Spaten freilegen
  • kleine Wurzeln durchtrennen
  • Stammbasis durch Hin- und Herbewegen lockern
  • per Hand oder mit einem Seil herausziehen

Buchenhecken entwickeln festsitzende und tief reichende Wurzeln, die oft nicht vollständig entfernt werden können. Diese Wurzeln verrotten im Boden. Sägen Sie kreuzweise Ritzen in die Wurzel oder schlagen Sie kleine Löcher in das Holz. Füllen Sie die Hohlräume mit Kompost. Diese Maßnahme beschleunigt den Verrottungsvorgang. Eine Neubepflanzung des Bodens ist nach wenigen Jahren möglich.

4. Gehölzreste entsorgen

Heckenschnitt ist ideal für die Kompostierung geeignet. Klein geschnittene Äste und Laub dienen im Winter als trockenes Strukturmaterial, das regelmäßig dem Kompostsubstrat untergemischt werden kann. Dickere Stämme liefern Brennholz.

5. Nachbereitung

Füllen Sie die entstandenen Löcher mit abgestandenem Kompost auf. Er versorgt die Erde mit Nährstoffen und bereitet sie auf eine Neubepflanzung vor.

Text: Christine Riel Artikelbild: Kim Christensen/Shutterstock

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