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Im Sommer sollten nur kleinere Formschnitte vorgenommen werden

Hecke schneiden im Sommer- das müssen Sie beachten

Hecken sind ein idealer Sichtschutz und bringen natürliches Grün in den Garten. Ein weiterer Vorteil ist die schierlose Freiheit bei der Auswahl der Gewächse. Je nach Gehölz erfordert eine Hecke jedoch einen regelmäßigen Rückschnitt, um auch weiterhin eine gepflegte Erscheinung abzugeben. Wie und wann Sie den Rückschnitt am besten vornehmen, erfahren Sie auf dieser Seite.

Auf die gesetzlichen Vorschriften achten

Ein radikaler Rückschnitt einer Hecke darf nur in der kalten Jahreszeit von Oktober bis Februar erfolgen. Das schreibt der Naturschutzbund vor. Der Grund sind brütende Vögel, die sich gerne in den Sträuchern nieder lassen. Gegen einen mäßigen Formschnitt ist aber auch im Sommer nichts einzuwenden. Bevor Sie aber zur Heckenschere greifen, sollten Sie sich dennoch vergewissern, dass Sie keinen Vogel bei der Brut stören.

Der richtige Zeitpunkt

Der Juni ist ein idealer Monat, um eine Hecke im Sommer zu schneiden. Zu Beginn der warmen Jahreszeit sind die Tage noch nicht allzu sonnig und heiß. Empfehlenswerter ist es nämlich, eine Hecke an bedeckten Tagen zu schneiden. Experten raten, den Rückschnitt für den 24. Juni, dem Johannistag, anzusetzen. Ab diesem Zeitpunkt stellt sich bei zahlreichen Pflanzen der zweite Blattaustrieb ein. Daraus resultiert, dass Ihre Hecke bis ins kommende Jahr die geschnittene Form beibehält und kein umfangreiches Wachstum mehr aufweist.
Wann genau Sie zur Heckenschere greifen, hängt aber immer von der Sorte Ihrer Gehölze ab. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht, über Gewächse, die sich entweder für den frühen oder für den späten Rückschnitt eignen.

Gehölze für den frühen Rückschnitt

  • Deutzien
  • – Forsythien
  • Gartenjasmin
  • Buchsbäume

Gehölze für den späten Rückschnitt

  • Hainbuchen
  • Holunder
  • Haselnuss

Nur nicht zu lange warten

Einem zu spätem Schnitt im Spätsommer folgt meist eine schlechte Wundheilung. Diese äußert sich an der deutlichen Braunfärbung der Blätter. Manche Pflanzen neigen nach dem Rückschnitt zu erneuter Triebbildung. Die jungen Zweige sind dann sehr frostempfindlich.

Die richtige Technik

Gärtner empfehlen den pyramidalen oder auch konischen Schnitt einer Hecke. Das bedeutet, die Form läuft zur Krone hin spitz zu. Somit sichern Sie eine ausreichende Lichtzufuhr für die einzelnen, dicht zusammen stehenden Sträucher. Beginnen Sie die Äste an den Seiten zu entfernen und arbeiten Sie sich bis zur Krone nach oben. Damit Sie einen geraden Schnitt erzeugen, hilft es, ein Seil zu spannen. Nadelgehölze sollten Sie niemals bis ins alte Holz zurückschneiden. Dies würde ein erneutes Austreiben verhindern.

Das geeignete Werkzeug

Der Gebrauch einer Motorsäge ist in den meisten Fällen gar nicht nötig. Eine Heckenschere erfüllt ebenso den Zweck, vorausgesetzt sie besitzt scharfe Schnittblätter. Kleine Verbesserungen und Unregelmäßigkeiten lassen sich mit dem manuellen Werkzeug sowieso besser ausgleichen. Achten Sie aber vor allem auf Ihre Sicherheit. Schutzhandschuhe sind eingehend zu empfehlen, bedarfsweise sollten Sie auch eine Schutzbrille tragen.

Text: Gartenjournal.net Artikelbild: Ivanko80/Shutterstock

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  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
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