Kartoffeln anbauen

Verlockende Anreize für den eigenen Anbau von Kartoffeln

Bei den Sachsen heißen sie Ärbern oder Ährborn. Die Brandenburger sagen Knulle zu ihr und die Pfälzer Grumbeere. Gemeint ist stets die Kartoffel. Die auch als Erdapfel bekannte Feldfrucht eignet sich wunderbar für den eigenen Anbau im Garten oder im Kübel.

Kartoffeln selber anbauen gelingt leicht

Platz für ein kleines oder großes Kartoffelbeet ist in jedem Garten.
Der Aufwand ist nicht allzu groß: Beet umgraben, düngen, Zeilen ziehen, aussäen und anhäufeln sind gut zu bewältigen. Fällt dann die Ernte reichhaltig aus, ist jeder Gärtner stolz.

Bio-Qualität aus dem eigenen Garten

Kartoffeln aus dem eigenen Anbau besitzen Bio-Qualität. Vor allen, wenn sie nur mit organischem Dünger (Hornspäne) und Mist versorgt werden. Supermarktkartoffeln dagegen sind häufig behandelt, um die Keimbildung zu unterdrücken.

Begrenzte Sortenauswahl im Supermarkt

Das Angebot an Kartoffelsorten im Supermarkt ist begrenzt. Meist hat man hier nur die Wahl zwischen mehligen, vorwiegend festkochenden und festkochenden Kartoffeln. Gelbschalige Sorten sind hier am häufigsten im Angebot, rotschalige Kartoffeln nur in kleinen Mengen. Ein vielfältigeres Angebot findet man auf Märkten und bei Kleinerzeugern.

Die Sorte selbst bestimmen

Im eigenen Anbau bestimmt jeder selbst, welche Kartoffelsorte er anbaut. Die wird nach Geschmack, Farbe, Reifezeit und Lagerungsfähigkeit ausgesucht. Hast Du gute Erfahrungen mit einer Kartoffelsorte gemacht, wirst Du sie auch in den Folgejahren anbauen. Dazu vielleicht eine der alten und seltenen Sorten wie Ackersegen und Bamberger Hörnchen oder die exklusiven Blauen Schweden.

Preiswertes Saatgut

Saatkartoffeln kosten ca. 1 bis 3 Euro pro Kilogramm. Realistisch sind Erträge in der 10-fachen Menge, immer abhängig von den Wachstumsbedingungen.

Praktisch umsonst sind Saatkartoffeln aus der eigenen Ernte. Die werden bereits nach der Ernte für das nächste Jahr zurückgelegt.

Kartoffeln sind längst balkonfähig

Kartoffelpflanzen haben längst auf Balkons und Dachterrassen Einzug gehalten. An einem sonnigen Platz gedeihen sie in fast jedem Gefäß.

Frischer geht’s nicht

Nach der Ernte direkt auf den Tisch – das geht nur mit eigenen Kartoffeln. Ein besonderer Gaumenschmaus sind Frühkartoffeln. Sie enthalten frische Vitamine und sind wegen ihrer dünnen Schale beliebt als Pellkartoffeln.

Preiswerte Frühkartoffeln

Die ersten Frühkartoffeln sind lange ersehnt und dafür im Supermarkt umso teurer. Die preiswertere Alternative sind Frühkartoffeln aus dem eigenen Anbau. Für ein Geschmackserlebnis reicht schon eine Kartoffelpflanze im Wassereimer auf dem Balkon.

Lange Erntezeit

Für den Eigenanbau kannst Du die unterschiedlichen Reifegrade der Knollen ausnutzen. Baust Du nebeneinander frühe, mittelfrühe und späte Sorten an, kannst Du von der langen Erntezeit von Juni bis Oktober profitieren.

Vorratshaltung

Einmal geerntet und richtig gelagert, reicht der Vorrat an Kartoffeln je nach Erntemenge für einige Wochen oder Monate. Vorausetzung dafür ist ein trockener, kühler und dunkler Ort.

Gekaufte Kartoffeln sind dagegen nur begrenzt haltbar. Gerade bei der Lagerung in der Wohnung werden Kartoffeln schnell schrumpelig und setzen Keime an.

Gärtnern mit Kindern

Gärtnern macht Kindern großen Spaß. Sie können ihre eigenen Kartoffeln z.Bsp. im Wassereimer, pflanzen und gießen und wenn nötig auf Kartoffelkäferjagd gehen. Die Spannung auf das Ernteergebnis gibt es gratis dazu.

Tipps & Tricks

Eine der teuersten Kartoffeln der Welt ist „La Bonnotte“, die auf der französischen Atlantikinsel Noirmoutier angebaut wird. Das Geheimnis ihres Geschmacks sind Seetang und Meerwasser. Das Geheimnis ihres Preises sind geringe Anbaumengen und kurze Angebotszeit. Gourmets zahlen bis zu 500 Euro pro Kilogramm.

Text: Burkhard

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