Ist die Kamelie giftig?

Zierpflanzen sollen in erster Linie schön sein, was man von der Kamelie durchaus auch behaupten kann. Im Familiengarten zählen aber auch andere Eigenschaften wie Giftigkeit und Pflegebedarf. Hier kann die Kamelie zumindest mit Ihrer Ungiftigkeit für Menschen punkten.

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Die bei uns als Zierpflanze erhältliche Kamelie ist nicht mit der Kamelie, die für die Teeproduktion verwendet wird, zu verwechseln

Allerdings ist die Kamelie etwas anspruchsvoll bezüglich Standort und Pflege. Trotzdem eignet sie sich sehr gut für den Familiengarten, vorausgesetzt Sie pflanzen den Strauch an einen hellen, gut vor Wind und Frost geschützten Platz mit einem leicht sauren Boden. Hier hält sich der Pflegebedarf in überschaubaren Grenzen. Die Kamelie ist jedoch nicht winterhart und auf einen ausreichenden Winterschutz oder ein frostfreies Winterquartier angewiesen.

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Für Pferde soll die Kamelie wegen des enthaltenen Coffeins leicht giftig sein. Für eine nennenswerte Wirkung müssten die Tiere jedoch so große Mengen verzehren, dass ein Schaden sehr unwahrscheinlich ist.Genießen Sie also die Farbenpracht während der Blütezeit anstatt sich unnötig zu sorgen.

Kann die Kamelie zur Teegewinnung genutzt werden?

Zwar ist die Kamelie (bot. Camellia japonica) tatsächlich mit dem Teestrauch (bot. Camellia sinensis) verwandt, wird aber lediglich als Zierpflanze kultiviert. Angeblich haben Chinesen die Kamelie als echten Teestrauch an Europäer verkauft. Mit dieser List wollten sie ihr Monopol auf Tee erhalten. Tatsächlich soll aber Öl in den Kameliensamen enthalten sein, das in früheren Zeiten als Korrosionsschutz für japanische Messer und Waffen verwendet wurde.

Das Wichtigste in Kürze:

  • mit dem Teestrauch verwandt
  • für Menschen ungiftig, ist aber für die Teeproduktion nicht geeignet
  • kann Coffein enthalten
  • für Pferde als leicht giftig eingestuft

Tipps

Die prachtvoll blühende Kamelie können Sie unbesorgt in Ihren Familiengarten pflanzen. Da sie aber nicht winterhart ist, sorgen Sie für einen ausreichenden Schutz vor kaltem Wind und Frost.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Nickolai Repnitskii/Shutterstock

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