Die Kamelie richtig düngen – Tipps und Tricks

Zu den absolut pflegeleichten Pflanzen gehört die Kamelie leider nicht, glücklicherweise aber auch nicht zu den anspruchsvollsten. Zur guten Pflege gehört neben viel Licht und ausreichend Wasser auch der richtige Dünger. Der Lohn ist reiche Blütenfülle.

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Kamelien werden mit Rhododendrondünger gedüngt

Wann sollte ich meine Kamelie düngen?

Während der Wachstumsphase und der Blütezeit sollten Sie Ihre Kamelien etwa alle 14 Tage düngen. Das ist in der Regel vom Februar oder März bis in den Juli oder August hinein. Wenn die Kamelie die ersten Knospen ansetzt, können Sie das Düngen langsam wieder einstellen. Verwenden Sie bevorzugt Langzeitdünger, dann halten Sie sich an die Anleitung auf der Verpackung. Düngen Sie Ihre Kamelie im Zweifelsfall lieber weniger als zu viel.

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Braucht die Kamelie einen besonderen Dünger?

Die Kamelie bevorzugt ein leicht saures Milieu mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5, ähnlich wie der Rhododendron. Daher verträgt sie auch den gleichen Dünger. Das für die Kamelie günstige saure Milieu unterstützen Sie außerdem mit kalkarmem Gießwasser, idealerweise nehmen Sie es aus der Regentonne.

Sie bekommen speziellen Rhododendrondünger sowohl als Langzeitdünger als auch in flüssiger Form. Er wird in Gartenfachmärkten und Baumärkten angeboten sowie im Internet. Alternativ zum Rhododendrondünger können Sie auch anderen stickstoffreichen Dünger wie Gründünger verwenden.

Herkömmlicher Dünger für blühende Pflanzen (so genannter Blühdünger) enthält für die Kamelie zu wenig Stickstoff. Passen Sie aber auf, dass Sie Ihre Kamelien nicht überdüngen, damit richten Sie eher Schaden an, als dass es der Pflanze nutzen würde. Diese Gefahr ist vor allem bei Düngerkonzentrationen recht hoch.

Was passiert, wenn ich die Kamelie falsch dünge?

Wenn Sie Ihre Kamelie nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgen, dann wächst sie unter Umständen etwas spärlicher, die Blüte könnte ausbleiben oder aber weniger reichlich ausfallen, als Sie dies gern hätten. Gießen Sie Ihre Kamelie kurz vor dem Blühen nicht ausreichend, droht das Abfallen der Blüten.

Eine Überdüngung der Kamelie ist jedoch auch nicht gut. Das führt oft zu so genannten Geiltrieben. Das sind lange, weiche Triebe, an denen sich keine Blüten bilden. Das Wachstum der Knospen leidet ebenfalls unter einer zu hohen Nährstoffgabe. Außerdem bekommen die Blätter der Kamelie braune Flecken, werden schwarz und fallen ab.

Das Wichtigste in Kürze:

  • während der Wachstumszeit März bis Juli
  • alle 14 Tage mit Flüssigdünger oder nach Anleitung mit Langzeitdünger
  • am besten Rhododendrondünger verwenden
  • nach der Knospenbildung die Düngung einstellen
  • Folgen einer Überdüngung: nekrotische oder vergilbende Blätter, lange Geiltriebe ohne Blütenansatz

Tipps

Die Kamelie braucht einen stickstoffreichen Dünger, ideal ist daher die Verwendung von Rhododendrondünger.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Ian Grainger/Shutterstock

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