So mischen Sie sich Kakteenerde

Im Handel gibt es Spezialerde für Kakteen zu kaufen. Doch diese erweist sich in vielen Fällen als nicht geeignet, denn jede sukkulente Art hat ihre eigenen Bedürfnisse. Um diesen gerecht zu werden, ist es sinnvoll, selbst eine abgestimmte Mischung herzustellen.

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Kaktuserde lässt sich bestens selbst mischen

Ansprüche

Die exotischen Gewächse haben sich mit ihren verdickten und wasserspeichernden Pflanzenteilen auf ein Leben in Regionen angepasst, die zumindest zeitweise von massiven Trockenperioden geprägt sind. Kakteen speichern Nährstoffe und Wasser im Gewebe von Laubblättern oder Stämmen. Die flach im Boden wachsenden Wurzeln nutzen das, was ihnen in den zumeist kargen Böden zur Verfügung steht.

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Substratbeschaffenheit

Kakteen, die ursprünglich in heißen und trockenen Regionen der Welt beheimatet sind, gedeihen auf einem mineralischen Untergrund. Zu diesen Exemplaren gehören einige Arten aus der Familie Ariocarpus und Selenicereus, die zum Teil epiphytisch wachsen. Sie zählen zu den Hungerkünstlern und benötigen keinen Humus. Sukkulenten aus tropischen Regenwäldern, Tiefebenen und den gemäßigten Breiten haben dagegen einen höheren Nährstoff- und Wasserbedarf. Echinops, Pilosocereus und Chamaecereus legen Wert auf einen geringen Mineralanteil und mehr Nährstoffe.

Darauf müssen Sie achten:

  • lockere und stabile Struktur gewährleistet Luftzirkulation und Wasserdurchlässigkeit
  • wasserspeichernde Zusätze verhindern ein komplettes Austrocknen
  • mineralische und nährstoffreiche Bestandteile auf die Art abstimmen

Mischung herstellen

Mischen Sie sich eine Universalerde, die Sie nach Bedarf auf die Ansprüche von Spezialisten anpassen können. Blumen- und Anzuchterde sind neben ausgereiftem Kompost, der drei bis vier Jahre gelagert wurde, die Grundbestandteile. Weiterhin benötigen Sie Quarzsand,(5,00€ bei Amazon*) Kokosfasern und groben Lehm oder Ton. Bims, Perlit und Vermiculit, Blähton (5,00€ bei Amazon*) oder Lavakies eignen sich als Alternativen oder Ergänzung für die Erhöhung der Wasserspeicherfähigkeit.

Tipps

Informieren Sie sich über den natürlichen Standort Ihrer Kakteen. Je trockener dieser ist, desto größer ist der Anteil an mineralischen Bestandteilen im Substrat.

Mineralsubstrat

Mischen Sie drei Teile zermahlenen oder zerbröselten Lehm oder Ton mit jeweils zwei Teilen Perlit, Blähton und Lavakies. Reichern Sie die Mischung mit einem Teil Vermiculit an.

Humussubstrat

Die Grundlage bilden zwei Teile Blumenerde, die Sie mit einem Teil Quarzsand auflockern. Fügen Sie anschließend jeweils einen halben Teil Perlit und Bims hinzu.

Text: Christine Riel
Artikelbild: SHDStockProject/Shutterstock

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