Die selbst gemischte Blumenerde

Blumenerde ist kein Billigartikel, wenn sie eine gute Qualität aufweisen soll. Wer im Frühjahr viel auszupflanzen hat, sollte sich überlegen, die Blumenerde selbst herzustellen. Die Zutaten sind meist im Garten vorhanden, besondere Zusätze können im Fachmarkt gekauft werden.

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Die richtige Mischung macht eine gute Blumenerde aus

Was gehört in die Blumenerde?

Die Basis für eine gute Blumenerde ist reifer Kompost, der möglichst aus der eigenen Kompostkiste stammen sollte. Wer keinen eigenen Kompost herstellt, kann die benötigte Menge, meist für einen geringen Preis, aus einer Kompostieranlage beziehen.
Etwa die Hälfte der Blumenerde sollte aus Kompost bestehen, die andere aus Torf. Wer aus Umweltgründen auf Torf verzichtet, kann statt dessen Kokosfasern, Holzfasern oder Rindenhumus verwenden. Die Faserstoffe sind wichtig für die optimale Wasserspeicherung der Erde. Diese kann durch die Zugabe von Perlite (12,00€ bei Amazon*) (Granulat aus vulkanischem Glas) noch verstärkt werden.
Damit überschüssiges Gies- oder Regenwasser gut ablaufen kann, wird Sand zugefügt. Urgesteinsmehl, Hornspäne (9,00€ bei Amazon*) oder Hornmehl sorgen für die nötigen Nährstoffe.

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Blumenerde selber mischen

Mit den notwendigen Zutaten und ein wenig Arbeitsaufwand mischen Sie die beste Blumenerde, die genau auf Ihren Bedarf abgestimmt ist.

  1. Nehmen Sie einen großen Behälter, in dem Sie gut mischen können. Geeignet ist beispielsweise ein Speisfass oder die Schubkarre.
  2. Geben Sie jeweils zu gleichen Teilen reifen, krümeligen Kompost und Faserstoffe in den Behälter.
  3. Mischen Sie die Erde.
  4. Geben Sie nun etwa eine Schaufel voll Sand hinzu und mengen diesen gut unter.
  5. Als Dünger fügen Sie Hornspäne oder -mehl hinzu. Richten Sie sich bei der Menge an die Vorgaben des Herstellers.
  6. Eine Gabe Urgesteinsmehl dient als Bodenverbesserung.
  7. Mischen Sie die Erde noch einmal gut durch.
  8. Lassen Sie die Erde vor der Verwendung einige Tage ruhen.

Unter die neue Blumenerde kann auch ein kleiner Teil alte Erde gemischt werden. Allerdings sollte diese vor der Verwendung auf Schädlinge kontrolliert werden. Wer sicher gehen möchte, sterilisiert die Erde bei 100 Grad im Backofen .

Für die Kultivierung von Kräutern oder Schwachzehrern wird weniger nährstoffreiche Erde benötigt. Etwas mehr Sand und ein wenig Tongranulat macht die Erde ideal für mediterrane Blumen oder Kräuter.
Die Starkzehrer wie Tomate, Kürbis, Gurke oder Zucchini benötigen viel Nahrung, um optimal zu gedeihen. Hier kann ruhig ein wenig mehr an Kompost untergemischt werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: kunanon/Shutterstock
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