Blumenerde

Optimale Pflanzenerde: Wie mische ich sie selber?

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Die Qualität der Blumenerde ist entscheidend für das gesunde Wachstum und die Blühfreude Ihrer Pflanzen. Dieser Ratgeber unterstützt Sie dabei, die passende Blumenerde selbst zu mischen und an die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen anzupassen.

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Die richtige Mischung macht eine gute Blumenerde aus

Mögliche Zutaten und ihre Eigenschaften

Das Mischen eigener Blumenerde eröffnet Ihnen die Möglichkeit, die Zusammensetzung des Substrats optimal auf die Ansprüche Ihrer Pflanzen abzustimmen. Dabei können Sie auf eine Vielzahl an Materialien zurückgreifen, die jeweils besondere Eigenschaften mitbringen.

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Gartenerde dient als Basis und beinhaltet bereits Nährstoffe und Mikroorganismen. Kompost reichert die Erde mit zusätzlichen Nährstoffen an, verbessert die Bodenstruktur und erhöht die Wasserspeicherfähigkeit. Achten Sie darauf, dass der Kompost gut ausgereift ist. Sand und Lavagrus hingegen dienen der Drainage und Belüftung des Substrats. Für eine lockere Struktur sorgen Rindenhumus, Holz- oder Kokosfasern. Perlite, ein vulkanisches Glas, verbessert die Belüftung und Drainage, ohne Nährstoffe zu liefern. Steinmehl und Ton können wichtige Mineralien liefern und die Wasserspeicherfähigkeit der Erde erhöhen. Zur Nährstoffversorgung, insbesondere mit Stickstoff, eignen sich Hornspäne oder Hornmehl, die ihre Nährstoffe langsam an die Pflanzen abgeben. Lauberde kann die Struktur der Erdmischung verbessern und ist dabei nährstoffarm. Blähton, kleine gebrannte Tonkugeln, fördert ebenfalls die Belüftung und Drainage und beugt Staunässe vor.

Rezeptvorschläge für verschiedene Pflanzenarten

Rezeptvorschläge für verschiedene Pflanzenarten

Individuelle Erdmischungen fördern das gesunde Wachstum spezieller Pflanzenarten

Die optimale Zusammensetzung der Blumenerde hängt von den spezifischen Bedürfnissen der Pflanzen ab. Hier finden Sie einige Rezeptvorschläge für verschiedene Pflanzenarten:

  • Anzucht- oder Aussaaterde: Für die Anzucht benötigen Sie ein nährstoffarmes und gut durchlüftetes Substrat. Mischen Sie hierfür zu gleichen Teilen Kokosfasern, Sand mittlerer Körnung und feingesiebte Gartenerde. Alternativ können Sie zwei Teile reifen, nährstoffarmen Kompost mit je einem Teil Sand und Lauberde vermengen.
  • Topferde für Balkonblumen: Balkonblumen gedeihen in einer nährstoffreichen und lockeren Erde. Vermischen Sie hierfür Kompost, Sand und Gartenerde zu gleichen Teilen.
  • Erde für Kübelpflanzen: Kübelpflanzen benötigen eine ausgewogene Nährstoffversorgung und eine gute Drainage. Verwenden Sie reifen Kompost als Basis und fügen Sie Blähton oder Eichenrinde für eine bessere Struktur und Durchlüftung hinzu. Um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen, können Sie Tonmehl ergänzen. Für Starkzehrer bietet sich die Zugabe von Hornspänen an.
  • Erde für mediterrane Kräuter: Mediterrane Kräuter bevorzugen durchlässige und eher nährstoffarme Substrate. Mischen Sie Topferde mit Lavagrus und geringen Anteilen an feinem Blähton oder kalkhaltigem Schotter. Verwenden Sie nur sparsam nährstoffreichen Kompost, um die Nährstoffarmut zu gewährleisten.

Tipps zur Herstellung von Blumenerde

Tipps zur Herstellung von Blumenerde

Eine sorgfältige Vorbereitung der Zutaten führt zu einer homogenen Erdstruktur

Berücksichtigen Sie bei der Herstellung von Blumenerde die folgenden Tipps:

  • Vorbereitung der Zutaten: Verwenden Sie möglichst trockene Materialien, um eine gute Durchmischung und eine homogene Erdstruktur zu erzielen.
  • Sterilisierung der Erde: Um Krankheiten und Schädlinge vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Erde zu sterilisieren. Erhitzen Sie die Erde hierfür für 30 Minuten bei 150 Grad Celsius im Backofen.
  • Anpassung an Pflanzenbedürfnisse: Berücksichtigen Sie die individuellen Ansprüche der Pflanzen hinsichtlich Nährstoffgehalt und Durchlässigkeit. Achten Sie dabei insbesondere auf den Wasser- und Nährstoffbedarf der jeweiligen Pflanzenart.
  • Auswahl der Bestandteile: Achten Sie auf die Qualität der verwendeten Materialien. Hochwertiger Kompost, Gartenerde und Zusatzstoffe wie Rindenhumus oder Perlite gewährleisten eine gute Qualität der selbst gemischten Blumenerde.
Bilder: kunanon / Shutterstock