Anzuchterde sterilisieren – so keimt die Saat weit besser

In der Natur gehen die Samen auf jedem geeigneten Boden auf. Viele Pflanzenfreunde fragen sich deshalb, ob es wirklich notwendig ist, Anzuchterde zu sterilisieren und auf diese Weise keimfrei zu machen. Doch nur so können Sie die Jungpflanzen sicher davor bewahren, quasi über Nacht von sich rasch ausbreitendem Schimmel oder Fäulnis vernichtet zu werden.

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Wer Anzuchterde sterilisiert, wirkt Unkraut entgegen

So müssen Sie vorgehen:

Selbst hergestellte Aussaaterde wird im häuslichen Umfeld am unkompliziertesten durch Hitze keimfrei gemacht. Dies geht entweder im Backofen oder in der Mikrowelle. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  • Substrat leicht anfeuchten.
  • Flach in einem Gefäß ausbreiten.
  • In der Mikrowelle 10 Minuten auf höchster Stufe erhitzen. Eine dickere Schicht Erde zwischendurch umrühren.
  • Im Backofen wird das Substrat bei 200 Grad Ober-/Unterhitze 30 Minuten sterilisiert.

Lassen Sie die Erde vor der Verwendung gut auskühlen.

Tipps

Die zuvor schwarze Anzuchterde hat durch die Behandlung weiße Punkte bekommen? Dies sind winzig kleine Insektenlarven oder Würmer, welche durch die Sterilisation abgetötet und denaturiert wurden. Sie bestehen aus Eiweiß, das sich durch die Hitze verfärbt hat. Dies ist aber kein Grund zur Sorge, das Material kann dennoch problemlos verwendet werden.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Anna Andersson Fotografi/Shutterstock

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