Rasenerde selber mischen – Tipps für die Rezeptur

Anspruchsvolle Rasengräser wünschen sich gute Rasenerde als Tragschicht für ein dichtes, vitales Wachstum. Diese Prämisse gilt unabhängig davon, ob Sie einen Rasen anlegen oder reparieren. Ehrensache für den ambitionierten Hobbygärtner, dass er Rasenerde selber mischt. Dieser Ratgeber hat Tipps für die ideale Zusammensetzung.

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Auch Rasen braucht einen guten Boden zum Wachsen

Rezeptvorschlag für gute Rasenerde

Herkömmliche Gartenerde genügt den Ansprüchen von Rasensamen nicht, damit sie darin schnell keimen und kräftig verwurzeln. Ähnlich der Rezeptur für ein Gourmetgericht, kommt es für die perfekte Rasenerde auf eine ausgewogene Kombination aus verschiedenen Zutaten an. Folgende Zusammensetzung hat sich in der Praxis gut bewährt:

  • 40-50 % lehmhaltige Gartenerde
  • 30-35 % Komposterde
  • 15-20 % Quarzsand

Im Idealfall stehen alle Zutaten im eigenen Garten zur Verfügung. Alternativ können Sie die Komponenten in Baumärkten und Gartencentern erwerben. Im Vorteil sind Gärtner, die Komposterde selber herstellen und auf eine gesunde Gartenerde mit vitalem Bodenleben achten.

Zuerst sieben – dann verteilen

Rasensamen sind pingelig, wenn es um die Konsistenz ihrer Tragschicht geht. Ist die selbst hergestellte Rasenerde zu grob, verweigern viele Samen die Keimung oder verwurzeln sehr schwach. Das Resultat ist ein lückiger Flickenteppich statt einer samtig-grünen Rasenfläche. Dem Ärgernis beugen Sie vor, indem Sie fertig gemischte Rasenerde sieben.

Benötigt werden ein Erdsieb mit der Maschenweite 6 mm, eine Schaufel und zwei Kübel. Die fertig gemischte Rasenerde schaufeln Sie sukzessive in das Erdsieb. Nehmen Sie das Sieb zwischen beide Hände und schütteln es über einem der beiden Kübel. Was nicht durch die Maschen fällt und auch nicht mit den Fingern zu zerdrücken ist, werfen Sie in den zweiten Kübel.

Es ist zweifellos ein mühevolles Unterfangen, Rasenerde vor der Verteilung auf dem Untergrund zu sieben. Der Lohn für Ihren Einsatz ist ein ebenmäßiger, dichter Rasen, weil die Samen ideale Rahmenbedingungen vorfinden für Keimung und Verwurzelung.

Tipps

Beim Erwerb fertiger Rasenerde lassen umweltbewusste Hobbygärtner Produkte mit Torfanteil links liegen, weil sie den Raubbau unwiederbringlicher Moorlandschaften nicht länger tolerieren. Längst haben nachwachsende Rohstoffe sich als idealer Torfersatz bewiesen, wie Kokoserde. Werfen Sie einen Blick auf die Zusammensetzung und geben bitte torffreier Rasenerde den Vorzug, wie Neudohum von Neudorff.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: JoyNik/Shutterstock

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