Kokoserde

Kokoserde mit Blumenerde mischen: Wie und warum?

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Die Kombination von Kokoserde und Blumenerde bietet Hobbygärtnern eine Vielzahl von Vorteilen für ihre Pflanzen. Dieser Artikel beleuchtet die Vorzüge dieser Mischung, gibt Anleitungen zur Vorbereitung und Anwendung und stellt geeignete Pflanzenarten vor.

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Kokoserde und Blumenerde sind eine perfekte Kombination

Vorteile der Erdmischung

Die Kombination von Kokoserde und Blumenerde vereint die positiven Eigenschaften beider Substrate und schafft so ein ideales Wachstumsmedium für Ihre Pflanzen. Kokoserde lockert die Bodenstruktur auf und verbessert die Luftzirkulation, während Blumenerde wichtige Nährstoffe und Humus liefert. Diese Synergie bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Gesundes Wurzelwachstum: Die lockere Struktur fördert ein kräftiges Wurzelwachstum und beugt Staunässe vor, die zu Wurzelfäule führen kann.
  • Effiziente Wasserversorgung: Die Wasserspeicherfähigkeit der Kokoserde sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit länger im Substrat gehalten wird und Ihre Pflanzen gleichmäßiger mit Wasser versorgt werden. Das bedeutet weniger Gießen für Sie und optimale Bedingungen für Ihre Pflanzen.
  • Leichte Handhabung: Kokoserde ist deutlich leichter als herkömmliche Blumenerde, was die Handhabung, insbesondere bei großen Pflanzgefäßen, erleichtert.
  • Nachhaltigkeit: Kokoserde ist ein nachwachsender Rohstoff und stellt somit eine umweltfreundlichere Alternative zu torfhaltigen Substraten dar.

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Nährstoffbedarf berücksichtigen

Kokoserde selbst enthält keine Nährstoffe. Daher ist es wichtig, die Mischung an die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen anzupassen. Hier sind einige Möglichkeiten, um die Nährstoffversorgung zu gewährleisten:

  • Kompost als Nährstofflieferant: Mischen Sie die Kokoserde mit Kompost, um eine nährstoffreiche Umgebung für Ihre Pflanzen zu schaffen. Das Mischungsverhältnis richtet sich nach dem Nährstoffbedarf der jeweiligen Pflanzenart. Für Pflanzen mit geringem Bedarf empfiehlt sich ein Verhältnis von 4:1 (Kokoserde zu Kompost), während bei Pflanzen mit höherem Bedarf ein Verhältnis von 1:1 optimal ist.
  • Vorgedüngte Blumenerde: Die Verwendung von vorgedüngter Blumenerde in der Mischung stellt sicher, dass Ihre Pflanzen von Beginn an mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind.
  • Mineralische Flüssigdünger: Da Kokoserde keine Mikroorganismen enthält, die organischen Dünger verarbeiten können, empfiehlt sich die Verwendung von mineralischen Flüssigdüngern. Dies ist besonders wichtig, um die Kokoserde vorab mit Nährstoffen anzureichern.

Geeignete Pflanzen

Eine Vielzahl von Pflanzen profitiert von den Vorteilen der Kokoserde-Blumenerde-Mischung. Hier sind einige Beispiele:

  • Gemüse: Paprika, Tomaten und Zucchini gedeihen in dieser Mischung besonders gut, da sie eine lockere Bodenstruktur und eine gute Wasserversorgung benötigen.
  • Kräuter: Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Chili profitieren ebenfalls von den Eigenschaften der Mischung.
  • Zimmerpflanzen und Spezialpflanzen: Erdbeeren und bestimmte Bambusarten fühlen sich in diesem Substrat wohl.
  • Blumen und Zierpflanzen: Rosen und andere Pflanzen, die eine lockere, luftige Struktur und eine ausgezeichnete Wasserspeicherung bevorzugen, gedeihen in dieser Erdmischung.

Vorbereitung der Kokoserde

Kokoserde wird in der Regel als gepresster Block angeboten. Um die Kokoserde für die Verwendung vorzubereiten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wasser anreichern: Geben Sie 4 Liter lauwarmes Wasser in einen Behälter und lösen Sie darin die empfohlene Menge an mineralischem Flüssigdünger auf.
  2. Kokoserdeblock quellen lassen: Entnehmen Sie den Kokoserdeblock der Verpackung und legen Sie ihn in das vorbereitete Wasser. Lassen Sie den Block etwa 20 Minuten quellen und lockern Sie ihn dabei gelegentlich mit den Händen auf, um eine gleichmäßige Wasseraufnahme zu gewährleisten.
  3. Aufschütteln und auflockern: Nach dem Quellen die Kokoserde mit den Händen weiter auflockern, um eine lockere und luftige Struktur zu erhalten.

Mischen der Substrate

Die richtige Mischung aus Kokoserde und Blumenerde ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Pflanzen. Befolgen Sie diese einfache Anleitung:

  1. Mischungsverhältnis: Ein Verhältnis von 1:1 (Kokoserde zu Blumenerde) bietet eine ausgewogene Mischung für die meisten Pflanzen.
  2. Gründliches Vermischen: Kombinieren Sie die abgemessenen Mengen der Substrate in einem großen Behälter und vermischen Sie sie sorgfältig, um eine homogene Mischung zu gewährleisten.
  3. Nährstoffanreicherung: Falls Sie keine vorgedüngte Blumenerde verwenden, können Sie die Mischung nun mit einem mineralischen Flüssigdünger anreichern. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben zur Dosierung.

Mit dieser sorgfältig vorbereiteten Erdmischung schaffen Sie die optimalen Voraussetzungen für ein gesundes und kräftiges Wachstum Ihrer Pflanzen.

Bilder: PasSaKorn22 / Shutterstock