Kokoserde düngen – so geht es richtig

Kokoserde hat in der Regel keine Nährstoffe im Gepäck. Für verschiedene Optionen der Anwendung ist dieser Umstand nachteilig. Das ist kein Grund, auf die umweltfreundliche Alternative zu torfhaltiger Blumenerde zu verzichten. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Kokoshum richtig düngen.

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Kokoserde ist nicht besonders nährstoffhaltig

Warum Kokoserde überhaupt düngen?

Kokoserde in Premium-Qualität ist stets ungedüngt. Einzig in dieser Variante stehen Hobbygärtner alle Verwendungsmöglichkeiten offen. Als Anzuchterde erfüllen Kokosfasern nur dann ihre Aufgabe mit Bravour, wenn keine Nährstoffe enthalten sind. Kommt Kokoshum hingegen als Pikiererde für Keimlinge oder Substrat für Zimmerpflanzen zum Einsatz, müssen Nährstoffe zugeführt werden.

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Bio-Dünger ist ungeeignet

Um ungedüngte Kokoserde mit Nährstoffen anzureichern, kommt es auf den richtigen Dünger an. Bio-Dünger ist für diesen Zweck nicht geeignet. Damit enthaltene organische Bestandteile für Ihre Pflanzen verwertbar sind, müssen Mikroorganismen wichtige Vorarbeiten leisten. Da die sterilen Kokosfasern keine Mikroorganismen enthalten, sollten auch ökologische orientierte Hobbygärtner ausnahmsweise auf eine mineralischen Flüssigdünger zurückgreifen.

Kokoserde düngen – so machen Sie es richtig

Haben Sie magerer Kokoserde eine Portion Nährstoffe verordnet? Dann nehmen Sie einen handelsüblichen Flüssigdünger für Kübelpflanzen zur Hand mit rein mineralischer Zusammensetzung. So düngen Sie Kokosfasersubstrat richtig:

  • Handwarmes Wasser in eine Schale füllen
  • Je wärmer das Wasser, desto größer das spätere Substratvolumen
  • Flüssigdünger hinzugeben gemäß Dosierungsanleitung des Herstellers
  • Kokoserde-Ziegel aus der Verpackung nehmen und ins angereicherte Wasser legen

Es nimmt 15 bis 20 Minuten in Anspruch, bis sich ein gepresster Humusbrikett in gebrauchsfertige Kokoserde verwandelt hat. Während das Material aufquillt, nimmt es die zugefügten Nährstoffe auf. Für die Dauer von vier bis sechs Wochen steht Ihren Pflanzen vorgedüngtes Kokosfasersubstrat zur Verfügung. Nach Ablauf dieser Zeit sind die vorhandenen Nährstoffvorräte aufgezehrt. Wie bei allen vorgedüngten Blumenerden üblich, fällt damit der Startschuss für eine regelmäßige Nährstoffzufuhr, indem Sie Flüssigdünger ins Gießwasser geben.

Tipps

Weißer Belag auf Kokoserde wird oftmals voreilig als Schimmel diagnostiziert. In der Tat handelt es sich zumeist um Kalkablagerungen durch hartes Leitungswasser oder Düngerausblühungen durch mineralischen Flüssigdünger. Testen Sie bitte die Konsistenz der Schadstellen. Rückstände von Kalk und Dünger sind hartkörnig. Schimmelbelag ist hingegen weich bis flaumig.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: content_creator/Shutterstock

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