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Sukkulentenerde selber mischen: Einfache Rezepte & Tipps

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Sukkulenten erfreuen sich aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit und vielfältigen Formen großer Beliebtheit. Dieser Artikel erläutert die Zusammenstellung einer optimalen Sukkulentenerde, die eine gesunde Entwicklung Ihrer Pflanzen fördert.

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Sukkulentenerde ist locker und sandig

Basis-Substrate für Ihre Sukkulentenerde

Für das Gedeihen Ihrer Sukkulenten ist die Wahl des Basis-Substrats entscheidend. Die folgenden drei Ausgangssubstrate bieten eine hervorragende Grundlage für die gesunde Entwicklung Ihrer Pflanzen:

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Anzuchterde

Dieses fein strukturierte und durchlässige Substrat eignet sich besonders gut für die Anzucht von Sukkulenten aus Samen und Stecklingen. Dank seiner nährstoffarmen Zusammensetzung wird das Wurzelwachstum gefördert, ohne die Gefahr einer Überdüngung.

Kakteenerde

Diese spezialisierte Erdmischung ist optimal auf die Bedürfnisse von Kakteen und anderen Sukkulenten abgestimmt. Ihre durchlässige Struktur und der niedrige Nährstoffgehalt, angereichert mit mineralischen Bestandteilen wie Bims oder Lava, bieten eine ideale Basis.

Pikiererde

Pikiererde besitzt eine etwas gröbere Struktur als Anzuchterde und eignet sich hervorragend zum Umpflanzen von Jungpflanzen. Sie ist eine nützliche Komponente für Sukkulentenerde, da sie eine gute Drainage und Luftzirkulation im Wurzelbereich sicherstellt.

Mineralische Bestandteile für Ihre Sukkulentenerde

Mineralische Bestandteile sind essenziell, um die Durchlässigkeit und Struktur der Sukkulentenerde zu optimieren. Sie fördern eine gute Drainage und sorgen für eine optimale Belüftung der Wurzeln Ihrer Pflanzen.

Bims

Bims ist ein vulkanisches Gestein, das durch seine poröse Beschaffenheit die Luftzirkulation im Wurzelbereich verbessert und gleichzeitig Wasser speichern kann. So wird die Wurzelgesundheit effektiv gefördert und das Risiko von Wurzelfäule minimiert.

Blähton

Blähton, gebrannter Ton in Kugelform, verbessert die Wasserdurchlässigkeit und sorgt für eine lockere Erdstruktur. Er schützt die Erde wirksam vor Verdichtung und bietet den Wurzeln ausreichend Raum zum Wachsen.

Kokosfasern

Kokosfasern, gewonnen aus der Hülle der Kokosnuss, sind ideal, um die Wasserhaltekraft der Erde zu erhöhen und gleichzeitig für eine gute Belüftung zu sorgen. Sie tragen dazu bei, dass die Erde locker und durchlässig bleibt.

Lavagranulat

Lavagranulat, gewonnen aus vulkanischem Gestein, ist leicht und porös. Es unterstützt die Speicherung von Wasser und Nährstoffen und fördert gleichzeitig eine gute Belüftung der Wurzeln. Seine rauen Kanten unterstützen zudem die Bildung eines gesunden Wurzelsystems.

Perlite

Perlite, ein bei Hitze expandiertes vulkanisches Glas, das zu leichten, porösen Granulaten verarbeitet wird, verbessert die Drainage und beugt Staunässe vor. Es trägt dazu bei, das Substrat locker und luftdurchlässig zu halten.

Quarzsand (kalkfrei)

Ein unverzichtbarer Bestandteil für Sukkulentenerde, der die Durchlässigkeit fördert. Achten Sie darauf, kalkfreien Quarzsand zu verwenden, um Kalkempfindlichkeit bei Sukkulenten zu vermeiden.

Vermiculite

Dieses Mineral, das bei Hitze expandiert, erhöht die Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit der Erde. Vermiculite trägt zu einer verbesserten Struktur der Erde bei und unterstützt ein gesundes Wachstum Ihrer Sukkulenten.

Mischungsverhältnisse für Ihre Sukkulentenerde

Die sorgfältige Auswahl und das richtige Mischungsverhältnis der Komponenten sind entscheidend für eine gesunde Sukkulentenerde.

Universal-Mischung

  • 3 Teile Anzuchterde
  • 2 Teile Lavagranulat
  • 1 Teil Quarzsand

Alternative Mischung

  • 3 Teile Kakteenerde
  • 1 Teil Kokosfasern
  • 1 Teil Quarzsand
  • 1 Teil Perlite

Für Blattkakteen

  • Universal-Mischung oder alternative Mischung
  • Zusatz von feiner Pinienrinde, Torfmull oder saurem Laubkompost

Für große Sukkulenten

  • Universal-Mischung oder alternative Mischung
  • Zusatz von lehmhaltiger Gartenerde
Bilder: smspsy / Shutterstock