Kakteen

Stachelige Schönheiten: Wie pflanze ich Kakteen richtig ein?

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Kakteen benötigen für ein gesundes Wachstum die richtige Erde und ein geeignetes Pflanzgefäß. Dieser Artikel liefert Ihnen alle wichtigen Informationen, von der Auswahl der idealen Kakteenerde bis hin zur Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Einpflanzen. Erfahren Sie außerdem, welche Pflege Ihr Kaktus nach dem Umtopfen benötigt.

Kakteen Erde
Kakteen gehören nicht in Blumenerde

Die passende Erde für Kakteen

Kakteen benötigen eine spezielle Erde, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. Normale Blumenerde enthält oft zu viele Nährstoffe und speichert zu viel Wasser, was für Kakteen ungeeignet ist. Die ideale Kakteenerde sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Gut durchlässig: Überschüssiges Wasser muss gut abfließen können, um Wurzelfäule zu vermeiden.
  • Krümelig und locker: Eine lockere Struktur bietet den Wurzeln ausreichend Belüftung.
  • Strukturstabil: Die Erde sollte stabil genug sein, um der Pflanze Halt zu bieten.
  • Wasseraufnahmefähigkeit: Sie muss Wasser speichern und bei Bedarf abgeben können.
  • pH-Wert: Ein leicht saurer Boden mit einem pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5 ist optimal.

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Im Fachhandel sind spezielle Kakteenerden erhältlich, die diesen Anforderungen entsprechen. Alternativ kann die Erde selbst gemischt werden. Hier einige Zusätze, die sich bewährt haben:

  • Aquariensand: Verbessert die Wasserdurchlässigkeit.
  • Kies: Fördert die Drainage und Strukturstabilität.
  • Perlit: Lockert die Erde auf und verbessert die Belüftung.
  • Bims und Lava: Vulkanische Gesteine, die für eine gute Durchlüftung sorgen.

Das Mischungsverhältnis sollte an die Bedürfnisse der jeweiligen Kaktusart angepasst werden.

Geeignete Pflanzgefäße für Kakteen

Die Wahl des richtigen Pflanzgefäßes ist entscheidend für das Wohlbefinden Ihrer Kakteen. Das Material, die Form und die Größe des Topfes spielen eine wichtige Rolle:

Material

  • Ton: Atmungsaktiv und lässt überschüssiges Wasser verdunsten. Besonders gut für feuchtigkeitsempfindliche Kakteen. Allerdings müssen Kakteen in Tontöpfen häufiger gegossen werden.
  • Kunststoff: Günstiger, leichter und bietet eine größere Auswahl an Farben und Formen. Gewährleistet eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung und lässt überschüssiges Wasser gut abfließen.

Form und Größe

  • Säulenförmige Kakteen: Benötigen einen schweren Topf mit breiter Auflagefläche, um ein Umkippen zu verhindern.
  • Kugelförmige Kakteen: Sollten mindestens eine Fingerbreite Platz zum Topfrand haben.
  • Flachwurzler: Bevorzugen flache Schalen für eine schnelle Abtrocknung der Erde.
  • Rübenwurzler: Brauchen tiefe Töpfe für ihre Wurzeln.

Das Einpflanzen Schritt für Schritt

Nach der Auswahl der passenden Erde und des richtigen Pflanzgefäßes kann mit dem Einpflanzen des Kaktus begonnen werden:

  1. Schutzkleidung: Tragen Sie dornenfeste Handschuhe und verwenden Sie bei Bedarf eine Zange oder einen Greifschutz.
  2. Drainage: Bedecken Sie die Abzugslöcher des Topfes mit Tonscherben oder Steinen.
  3. Substrat einfüllen: Füllen Sie den Topf zu etwa einem Viertel mit Kakteenerde.
  4. Kaktus einsetzen: Nehmen Sie den Kaktus vorsichtig aus seinem alten Topf, entfernen die alte Erde und setzen ihn mittig in den neuen Topf. Füllen Sie den Topf mit Erde auf und stellen Sie sicher, dass der Kaktus genauso tief eingepflanzt wird wie zuvor.
  5. Andrücken: Drücken Sie die Erde vorsichtig an, um dem Kaktus Halt zu geben.

Pflege nach dem Einpflanzen

Nach dem Einpflanzen benötigt der Kaktus eine Eingewöhnungszeit. In den ersten Tagen sollte er keinen direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt werden. Gießen Sie erst nach etwa einer Woche zum ersten Mal und lassen Sie die Erde vollständig austrocknen, bevor Sie erneut gießen. Ein heller, aber indirekt beleuchteter Standort fördert die Eingewöhnung. Während der Wachstumsperiode kann alle zwei Monate etwas Kakteendünger verabreicht werden, um die Pflanze zu unterstützen.