Japanischer Fächerahorn – Pflege, Schneiden, Krankheiten, Überwinterung

Der Japanische Ahorn wird auch als Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum) bezeichnet und ist ein beliebter Zierbaum für Garten und Kübel. Je nach Art und Sorte beeindruckt der aparte, relativ klein bleibende Laubbaum mit einer hübschen Blüte im Frühjahr und einer intensiven herbstlichen Laubfärbung in gelben, orangen oder roten Farbtönen. Für einen schönen Wuchs und gesunde Pflanzen sollte der Japanische Ahorn eine sorgfältige Pflege erfahren.

Japanischer Fächerahorn Pflege
Der Japanischer Ahorn ist sehr durstig und braucht vor allem im Sommer viel Wasser
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Wie oft muss man den Japanische Ahorn gießen?

Der der Japanische Ahorn zu den Flachwurzlern gehört und zudem stets eine leichte Feuchtigkeit bevorzugt, ist ein regelmäßiges Wässern insbesondere in den heißen und trockenen Sommermonaten unerlässlich. Achten Sie jedoch darauf, dass sich keine Staunässe bildet, denn darauf reagiert das Bäumchen äußerst empfindlich. Gegossen wird am besten in den frühen Morgen- oder Abendstunden, wobei die Blätter nicht benetzt werden sollten.

Muss man den Japanischen Ahorn düngen?

Als Düngung genügt eine einmalige Düngung zu Beginn der Wachstumsperiode, am besten mit reifem Kompost (ideal ist Laubkompost) oder einem Depotdünger.

Wann und wie kann man den Japanischen Ahorn schneiden?

Der fernöstliche Laubbaum sollte nach Möglichkeit nicht zurückgeschnitten werden, da er darauf sehr empfindlich reagieren und im schlimmsten Falle sogar absterben kann. Trockene und kranke Äste bzw. Triebe werden am besten im Frühjahr oder Sommer entfernt werden, Schnittmaßnahmen im Herbst oder Winter sollten unterbleiben.

Welche Pflegehinweise sind bei einem im Kübel kultivierten Japanischen Ahorn besonders zu beachten?

Kübelahorne brauchen unbedingt eine sehr gute Drainage, um die Bildung von Staunässe zu vermeiden. Gießen Sie außerdem am besten immer dann, wenn das Substrat oberflächlich bereits abgetrocknet ist und sich im Untersetzer kein Wasser befindet – überhaupt sollte der Untersetzer nach dem Gießen stets entleert werden.

Wie oft sollte man einen Japanischen Ahorn im Kübel umtopfen?

Pflanzen Sie den jungen Japanischen Ahorn in einem möglichst großen und weiten Kübel, so dass der Baum erst nach etwa vier bis fünf Jahren umgetopft werden muss.

Welche Krankheiten und Schädlinge treten beim Japanischen Ahorn häufig auf?

Besonders gefährdet ist der Japanische Ahorn durch die Verticillium-Welke, eine immer tödliche Pilzerkrankung. Ansonsten tritt bei falschem Wässern – insbesondere wenn im Sommer die Blätter benetzt werden – häufig auch Mehltau auf.

Der Japanische Ahorn bekommt braune Blätter, was ist zu tun?

Braune Blätter sind in der Regel ein Hinweis auf eine falsche Wässerung mit entweder zu viel oder zu wenig Wasser. Es kann jedoch auch die Verticillium-Welke dahinter stecken.

Lässt sich die Verticillium-Welke am Japanischen Ahorn vermeiden?

Achten Sie auf einen geeigneten Standort sowie die richtige Pflege, insbesondere im Hinblick auf das Gießen. Außerdem sollte der Japanische Ahorn niemals an einen Platz gepflanzt werden, an dem die Verticillium-Welke bereits aufgetreten ist – die Pilzsporen halten sich sehr hartnäckig im Boden, so dass auch ein Austausch desselben nicht zielführend ist.

Ist der Japanische Ahorn winterhart?

Viele Arten und Sorten des Japanischen Ahorns sind recht gut winterhart und lassen sich mit wenigen Schutzmaßnahmen überwintern. Achten Sie auf die Beschreibungen auf dem jeweiligen Sortenetikett.

Tipps

Von der Verticillium-Welke betroffene Bäume können manchmal gerettet werden, indem Sie sämtliche befallenen Triebe und Äste großzügig wegschneiden.

Text: Ines Jachomowski

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