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Ein gemauertes Hochbeet sieht chick aus, allerdings etwas aufwändiger im Bau

So können Sie ein Stein-Hochbeet selber mauern

Hochbeete aus Stein sind im doppelten Wortsinn zeitlos schön: Sie sehen nicht nur sehr vielseitig-ästhetisch aus, sie gehören auch zu den dauerhaftesten ihrer Art. Stein-Hochbeete können wie eine Trockenmauer - also ohne die Verwendung von Mörtel - aufgeschichtet oder aber gemauert werden.

Vorteile eines steinernen Hochbeets

In der Nachbarschaft von Steinen gedeihen Pflanzen häufig auffallend gut. Das hat verschiedene Ursachen: Steine speichern die Wärme des Tages, um sie nachts wieder an ihre Umgebung abzugeben. Sie beschatten und schützen ihren Liegeplatz, so dass die Pflanzenwurzeln vor einer Austrocknung durch eine allzu stark strahlende Sonne geschützt werden. Je nach Größe beanspruchen Steine mehr oder weniger Platz und halten dementsprechend auch den Boden frei von übermäßigem Bewuchs. Dadurch erhalten die Pflanzen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft umso mehr Licht. Tau, der sich auf den Steinen gebildet hat, versickert im Boden und kommt daher ebenfalls den hier wachsenden Pflanzen zu Gute.

Welche Steine werden zum Mauerbau verwendet?

Der Hochbeetgärtner hat die Qual der Wahl und kann aus einem reichen Angebot wählen: Naturbruchsteine, Ziegelsteine, Klinker, Pflastersteine und viele andere Steinarten kommen für ein gemauertes Hochbeetprojekt in Frage. Rechteckig, rund, oval oder gar einer Schlange gleich: Für jede beliebige Form findet sich ein passender Stein. Soll das Beet unter Verwendung von Mörtel gemauert werden, sind gleichmäßig geformte Steine den unregelmäßig geformten vorzuziehen. Diese lassen sich leichter zu einer senkrechten Hochbeetwand verarbeiten. Natürlich geformte Bruchsteine aus einem Steinbruch dagegen eignen sich eher für die „trockene“ Variante des Hochbeets, bei der die Steine lose in Trockenbauweise – also ohne die Verwendung von Mörtel – aufeinandergeschichtet werden. Trockenmauern sollten immer eine leichte Neigung besitzen, um den Erddruck, der auf sie einwirkt, leichter abfangen zu können.

Mauersteine sollten frostfest sein

Grundsätzlich können Sie mit jeglichen zum Mauern gedachten Steinen arbeiten. Achten Sie jedoch darauf, dass diese sowohl unempfindlich gegenüber Kälte als auch gegen Feuchtigkeit sind. Ins Mauerwerk eindringende Feuchtigkeit kann nämlich. bedingt durch Fröste in der kalten Jahreszeit, zu gravierenden Schäden führen und so die Lebensdauer des Hochbeets herabsetzen. Aus diesem Grund sind beispielsweise Backsteine für den Bau eines Hochbeets eher weniger geeignet. Klinker dagegen ist sowohl robust als auch ästhetisch ansprechend, allerdings schwierig zu verarbeiten.

Hochbeet mauern – Schritt- für-Schritt Anleitung

Sind die wichtigsten Fragen nach dem geeigneten Material beantwortet, können Sie sich nun endlich an den Bau Ihres steinernen Hochbeets machen.

Diese Materialien benötigen Sie dazu:

  • Kies fürs Fundament (bei gemauerten Hochbeeten unabdingbar!)
  • Mauersteine
  • einen geeigneten Mörtel (fertige Mischung aus dem Baumarkt)
  • Teichfolie zum Verkleiden der Innenwände
  • ein Bodengitter zum Schutz vor Ungeziefer (z. B. Kaninchendraht)
  • organisches Füllmaterial (z. B. kompostierbare Gartenabfälle, Pflanzerde)

In puncto Werkzeugen sollten Sie auf jeden Fall eine Wasserwaage, eine Rüttelplatte, ein Senkblei, einen Spaten sowie geeignetes Maurerwerkzeug bereithalten.

Und los geht’s:

  • Heben Sie einen mindestens 20 Zentimeter tiefen Fundamentgraben aus.
  • Verdichten Sie diesen sorgfältig mit einer Rüttelplatte.
  • Füllen Sie Kies ein und verdichten Sie auch hier jede Lage sorgfältig.
  • Setzen Sie nun die erste Reihe Steine in ein Dickbett.
  • Richten Sie sie genauestens aus.
  • Mauern Sie nun das Hochbeet Reihe für Reihe auf.
  • Legen Sie den Kaninchendraht lückenlos auf dem Boden aus.
  • Verkleiden Sie die Innenseiten mit Teichfolie oder einem anderen geeigneten Material.
  • Dies dient dem Nässeschutz und damit der längeren Haltbarkeit.
  • Nun können Sie das Hochbeet wie gewünscht befüllen und bepflanzen.

Tipps

Kompost-Hochbeete sollten möglichst im Herbst angelegt werden, damit das Material bis dahin verrottet und die darin enthaltenen Nährstoffe für die Pflanzen zur Verfügung stehen.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Lee A. Washington/Shutterstock

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