Hecke im Regen schneiden – oder einen anderen Zeitpunkt wählen?

Ist die Hecke erst einmal gesetzt und sind die Pflanzen gut angewachsen, beginnen sie kräftig zu sprießen und müssen regelmäßig in Form gebracht werden. Dadurch wächst der grüne Zaun schön dicht und bietet einen effektiven Sichtschutz. Allerdings sollten Sie nicht willkürlich zur Schere greifen und beim Rückschnitt auf das Wetter achten.

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Die Hecke sollte Chance haben, am gleichen Tag zu trocknen

Ungünstig: Regenwetter

Für den sauberen Heckenschnitt sind Regentage ungeeignet, denn durch die Feuchtigkeit verheilen die Schnittflächen schlecht. Viele Schädlinge lieben genau diese Witterungsbedingungen und es kann, schneiden sie die nasse Hecke, zu einem unerwünschten Befall kommen, der die Pflanzen dauerhaft schädigt.

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Käte und Sonne sollten ebenfalls gemieden werden

Ein warmer Sommertag lädt förmlich zur Gartenarbeit ein. Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Sie es jedoch vermeiden, der Hecke einen Formschnitt zu gönnen. Es besteht die Gefahr, dass Blätter und Nadeln braun werden, da die nun ungeschützt der Sonne ausgesetzten Pflanzenteile verwelken. Die grüne Umfriedung sieht dann für geraume Zeit unattraktiv aus.

Ungünstig sind auch Frosttage. Fällt die Temperatur unter – 5 Grad Celsius, verheilen die Schnitte nicht sauber. Da die Äste bei Kälte sehr brüchig sind, werden diese beim Schneiden gequetscht und das Schnittergebnis ist wenig zufriedenstellend.

Welche Witterungsbedingungen sind ideal für den Heckenschnitt?

Da bei:

  • Regenwetter,
  • Kälte,
  • starker Sonneneinstrahlung

nicht geschnitten werden sollte, ist ein trüber Tag mit gemäßigten Temperaturen optimal für diese Pflegemaßnahme.

Der erste Schnitt sollte kurz vor dem Frühjahrsaustrieb erfolgen. Deshalb eignet sich der Februar, im Einklang mit dem Bundesnaturschutzgesetz, sehr gut für diese Arbeit. Allerdings sollten Sie einen frostfreien Tag wählen.

Um Johannistag am 24. Juni herum ist ein behutsamer Formschnitt ratsam. Jetzt können Sie Abweichungen in der Form ausgleichen. Nehmen Sie hierbei jedoch unbedingt Rücksicht auf die Tierwelt und schneiden Sie nicht in Bereichen, in denen Vögel brüten.

In den heißen Sommermonaten gönnen Sie der Hecke Ruhe und greifen dann im Herbst noch einmal zur Schere. Damit die Pflanzen gut durch den Winter kommen, entfernen Sie Triebe, die nicht mehr vital sind.

Tipps

Da einigen Heckenpflanzen giftig sind und schwere Hautirritationen hervorrufen können, sollten Sie bei allen Schnittarbeiten langärmelige Oberbekleidung sowie Handschuhe tragen. Die richtige Kleidung schützt zudem vor schmerzhaften Kratzern durch Zweige und Dornen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Opalfrost/Shutterstock

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