Alle Infos zu Ginkgo-Knospen

Der Ginkgobaum, auch als Fächerblattbaum bekannt, befindet sich schon seit ca. 250 Millionen Jahren auf der Erde und ist vor allem für die einzigartige Form seiner Blätter bekannt. Manchmal kommen diese allerdings nicht zum Vorschein, weil sich die Knospen nicht öffnen.

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Ginkgo treibt sehr spät aus

Wann treibt der Ginkgo aus?

Wenn die Knospen des Ginkgo-Baums nicht gleich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr aufbrechen wollen, ist das vollkommen normal. Die ursprünglich in China beheimateten Ginkgos treiben frühestens ab Ende April, wahrscheinlicher jedoch erst im Mai aus. Ginkgo biloba ist nicht nur in seinem Wachstum, sondern auch in allen anderen Dingen eher behäbig – vielleicht einer der Gründe, weshalb die Art so lange unter stark wechselnden Witterungsbedingungen auf der Erde überleben konnte. Im Oktober färben sich die aus den Knospen entfaltenden Blätter schließlich goldgelb und fallen ab.

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Wie sehen die Knospen des Ginkgo-Baums aus?

Ginkgobäume bilden recht auffällige, hellbraune Knospen aus, die von kleinen Blättern umschlossen sind. Sie werden während der Vegetationszeit angelegt und verbleiben über den Winter ruhend und durch feste Schuppen geschützt an den Zweigen. Typischerweise sind diese Winterknospen

  • bis zu vier Millimeter lang
  • eher flach
  • und kegelförmig

Neben Seiten- gibt es auch so genannte End- oder Terminalknospen, die sich an den Triebspitzen befinden und besonders dick ausgeformt sind.

Weibliche und männliche Ginkgos lassen sich übrigens an der Form ihrer Knospen voneinander unterscheiden: Die Knospen weiblicher Bäume laufen spitz zu, während die männlicher Ginkgos deutlich größer und abgerundet sind

Warum öffnen sich die Ginkgo Knospen nicht?

Wenn sich die Knospen des Ginkgo-Baums partout nicht öffnen wollen, stecken in der Regel Wurzelprobleme dahinter. Möglicherweise haben die Wurzeln durch Frost einen Schaden erlitten, wobei dieses Problem vor allem in Kübeln gehaltene Ginkgos betrifft. Allerdings nicht nur, denn auch junge Ginkgobäume sind gegenüber kalten Temperaturen noch recht empfindlich und benötigen in eisigen Winternächten einen Schutz.

Aber auch andere Schäden, etwa durch Wurzelfäule, sind nicht ausgeschlossen. Ginkgo vertragen – wie viele andere Pflanzen auch – Staunässe nicht und reagieren darauf mit Fäulnis. Deshalb sollten Sie stets für einen gut durchlässigen Boden bzw. eine geeignete Topfdrainage sorgen.

Tipps

Woher haben die charakteristischen Blätter ihre Form?

Ginkgobäume gehören weder zu den Laub- noch zu den Nadelbäumen, sondern bilden ihre ganz eigene Klasse. Einer weit verbreiteten Meinung nach verdanken die ikonischen Blätter ihre Form dem im Laufe der Zeit erfolgten Zusammenwachsen ursprünglicher Nadeln. Dafür konnten wissenschaftlich bislang jedoch keine Nachweise gefunden werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Uzo Borewicz/Shutterstock

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