Ist der Ginkgo-Baum giftig für Hunde?

Der Ginkgo-Baum (Ginkgo biloba) wird seit vielen tausend Jahren als Heilpflanze genutzt. Vor allem die fächerartig geformten Blätter sollen blutverdünnende und das Gedächtnis fördernde Stoffe enthalten. Doch kann, was für den Menschen gut ist, auch für Hunde förderlich sein?

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Ginkgo ist für Hunde nicht giftig

Ist der Ginkgo-Baum giftig für Hunde?

Tatsächlich ist der Ginkgo-Baum für Hunde nicht giftig, sondern wird von vielen Tierärzten beispielsweise bei einer Demenztherapie eingesetzt. Doch Vorsicht: Das bedeutet nicht, dass Ihr Hund die Blätter einfach so fressen sollte! Ginkgo ist kein geeignetes Futtermittel für Hunde, zudem sollten Sie einen eventuell im Garten stehenden Ginkgo nicht zur Herstellung von Heilmitteln nutzen:

  • Sie wissen nicht, wie viel Wirkstoff tatsächlich in den Blättern enthalten ist.
  • So sind etwa Unter- oder auch Überdosierungen mit den entsprechenden Folgen möglich.
  • Sie wissen nicht, ob Ihr Hund Ginkgo verträgt.

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Kann Ginkgo die Gesundheit von Hunden beeinträchtigen?

Zwar ist Ginkgo für Hunde nicht giftig, hat aber, wie jedes andere pflanzliche Heilmittel, nicht nur positive Eigenschaften. Stattdessen kann Ginkgo die Gesundheit Ihres Hundes auch beeinträchtigen, etwa bei falscher oder durch den Tierarzt nicht abgesegneter Anwendung.

So sollte Ginkgo auf keinen Fall bei Tieren verwendet werden, die zu Blutungen neigen. Ginkgo-Blätter enthalten blutverdünnende Stoffe, d. h. eventuelle Blutungen lassen sich schwerer stoppen. Auch trächtige Tiere sollten nicht mit Mitteln auf Ginkgo-Basis behandelt werden.

Welche Nebenwirkungen hat Ginkgo bei Hunden?

Des Weiteren kann Ginkgo verschiedene Nebenwirkungen haben, die vor allem den Magen-Darm-Trakt betreffen. Dazu gehören beispielsweise

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Krämpfe

Zudem kann Ihr Hund allergische Symptome entwickeln, die ein sofortiges Absetzen der auf Ginkgo basierenden Heilmittel erfordern. Typischerweise kratzen und lecken sich Hunde in diesem Fall häufig, da die Allergene einen starken Juckreiz verursachen. Auch kann sich das Tier auffallend häufig wälzen oder an Gegenständen reiben. Ebenfalls charakteristisch für eine Allergie bei Hunden sind Ohrenentzündungen, die scheinbar grundlos immer wieder auftreten.

Tipp

Vorsicht bei Tee aus Ginkgo-Blättern

So mancher Internet-Ratgeber empfiehlt, Ginkgo-Blätter zu sammeln, diese zu trocknen und einen Tee daraus zu bereiten. Ginkgoblätter-Tee soll eine gedächtnis- und konzentrationsfördernde Wirkung haben, kann jedoch auch für Menschen nicht ungefährlich sein. Die enthaltenen Ginkgosäuren verursachen bei anhaltenem Konsum möglicherweise Magenschleimhautentzündungen oder schwere Allergien.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Judal/Shutterstock

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