Ginkgo-Blätter rollen sich ein – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Der Ginkgo (Ginkgo biloba) ist ein wahres Unikum und eignet sich aufgrund seiner Robustheit prima, um als Hausbaum in den Garten gepflanzt zu werden. Doch trotz aller Strapazierfähigkeit: Manchmal zeigt der Ginkgo sein Unwohlsein, indem er seine Blätter einrollt.

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Wassermangel kann dazu führen, dass Ginkgo-Blätter sich einrollen

Warum rollen sich Ginkgo-Blätter ein?

Ihr sonst so gesunder und schöner Ginkgo rollt plötzlich seine Blätter ein? Dann müssen Sie sich erst einmal auf die Spurensuche machen, denn als Ursache kommen verschiedene Pflegefehler in Frage.

  • Wassermangel: Häufig rollen Pflanzen ihre Blätter ein, wenn sie zu trocken stehen – so auch der Ginkgo. Ist es bei Ihnen gerade heiß und hat es länger nicht geregnet? Dann könnte ein Wassermangel dahinterstecken.
  • Vergiftung: Befindet sich unter dem Ginkgobaum vielleicht eine Rasenfläche oder ein Blumenbeet, welches Sie kürzlich mit einem Pestizid behandelt haben? Dann hat der Ginkgo wahrscheinlich etwas von den Giftstoffen aufgenommen.

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Einen Schädlingsbefall oder auch (pilzliche) Krankheiten brauchen Sie in aller Regel jedoch nicht zu fürchten.

Was tun, wenn sich die Ginkgo-Blätter einrollen?

Rollen sich die Ginkgo-Blätter ein, hilft nur der Wasserschlauch – jedenfalls, wenn das Symptom durch einen Wassermangel verursacht wird. Bewässern Sie den Ginkgo, wenn es heiß ist und schon längere Zeit nicht mehr geregnet hat. Achten Sie dabei darauf, dass sich keine Staunässe bildet, denn dies führt wiederum zu Wurzelfäule.

Bei einer Vergiftung hilft nur das Abwarten. Im Allgemeinen erholt sich der Ginkgo aber schnell und das Schadbild verschwindet von allein – die Art hat nicht ohne Grund die Jahrmillionen überlebt und gilt als extrem robust.

Können Ginkgo-Blätter wieder aufgerollt werden?

Eingerollte Ginkgo-Blätter entrollen sich von ganz allein, sobald die Ursache beseitigt wurde. Übrigens kann auch ein zu sonniger Standort dazu führen, dass sich die Blätter einrollen. An einem solchen Platz wird des dem Baum gerade an heißen Sommertagen schnell zu warm, zudem trocknet der Boden an Sonnenplätzen schneller aus.

Insbesondere gilt dies für im Kübel kultivierte Ginkgo, die schneller von Wassermangel bedroht sind als ausgepflanzte Exemplare. Achten Sie darauf, Topf-Exemplare regelmäßig zu gießen und zu düngen. Auch der passende Standort – eher halbschattig als sonnig – trägt zu einem gesundes Wachstum des Ginkgo bei.

Tipp

Vorsicht vor Wühlmäusen

Zwar wird der Ginkgo eher wenig von pilzlichen Krankheiten oder Schadinsekten wie etwa Blattläusen heimgesucht, andere Schädlinge haben es allerdings trotzdem auf ihn abgesehen. Wühlmäuse etwa haben Ginkgo-Wurzeln zum Fressen gern, weshalb Sie bei der Pflanzung einen entsprechenden Schutz installieren sollten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Zbynek1/Shutterstock

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