So gibt die Geranie ein üppiges Stelldichein im Beet und auf dem Balkon

Wir haben sie als Hänge-Geranie, Duft-Geranie und aufrechte Zonal-Geranie ins Herz geschlossen, denn sie tauchen Beet und Balkon in ein sommerliches Blütenmeer. Ohne unseren gärtnerischen Erfahrungsschatz über Gebühr zu beanspruchen, blüht die Pelargonie vom Frühling bis zum ersten Frost unermüdlich. Die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen präzisieren alle relevanten Kultivierungsmaßnahmen.

Pelargonie
Eine der beliebtesten Balkonpflanzen: Die Geranie

Geranie richtig pflanzen

Anfang Mai öffnet sich das Zeitfenster für die Pflanzung im Beet. Bevor es losgeht, stellen Sie die noch eingetopfte Pelargonie mit dem Wurzelballen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Am sonnigen Platz legen Sie im Abstand von 30-40 cm kleine Pflanzgruben an, deren Aushub Sie mit Kompost und Hornspänen (12,66€ bei Amazon*) anreichern. Darin setzen Sie die ausgetopfte Geranie unter Beibehaltung der bisherigen Pflanztiefe ein, drücken das Erdreich mit den Händen an und gießen.

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Pflegetipps

Mit dem folgenden Pflegeprogramm spornen Sie Ihre Geranien an zu einem unermüdlichen Blütenfestival bis zum ersten Frost:

  • Bei angetrocknetem Substrat mäßig gießen, ohne Staunässe zu verursachen
  • Im Beet alle 14 Tage düngen mit Kompost
  • Balkon-Geranien von Mai bis September wöchentlich flüssig düngen
  • Verwelkte Blüten kontinuierlich ausputzen

Werfen Sie Ihre schönste Pelargonie am Ende der Saison nicht weg, denn in ihr ruht die florale Power für ein mehrjähriges Wachstum. Damit die Überwinterung gelingt, schneiden Sie Ihr Prachtstück vor dem ersten Frost um zwei Drittel zurück. Daraufhin topfen Sie die Pflanze um in einen Blumenerde-Sand-Mix. Am dunklen Standort bei 5-10 Grad Celsius gießen Sie ab und zu.

Welcher Standort ist geeignet?

Die Pelargonie gilt als Paradebeispiel eines floralen Sonnenanbeters. Gönnen Sie Ihrer Lieblings-Sommerblume daher einen sonnigen bis halbschattigen Standort, ohne stauende Hitze von mehr als 30 Grad Celsius. Gerne lässt sich die Geranie ein laues Lüftchen um Blüten und Blätter wehen. Prasselnder Regen zieht freilich das verschwenderische Blütenkleid erheblich in Mitleidenschaft.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Im Beet fühlt sich die Pelargonie in gut durchlässiger, humoser und nährstoffreicher Erde wohl, die gerne lehmhaltig beschaffen ist. Für die Kultivierung im Kübel und Balkonkasten empfehlen wir eine qualitativ hochwertige Blumenerde mit geringem Torfanteil. Wer gerne selber mischt, gibt auf 2 Teile lehmhaltige Erde je 1 Teil Kompost und Sand oder Lavagranulat.(13,76€ bei Amazon*)

Wann ist Blütezeit?

Die Pelargonie beschenkt uns von Mai bis Oktober/November mit ihrer überbordenden Blütenfülle. Damit ihr auf diesem langen Weg durch die Saison nicht die Puste ausgeht, rückt eine wöchentliche Nährstoffzufuhr in den Fokus. Da verwelkte Blütenstände die darunter liegenden Knospen behindern, putzen Sie diese zeitnah aus. So bleibt das gepflegte Erscheinungsbild erhalten und die Blütenpracht nimmt noch weiter zu.

Geranie richtig schneiden

Schneiden Sie während des Sommers verwelkte Blütenstände regelmäßig ab. Auf diese Weise schaffen Sie Platz für neue Knospen und ersparen Ihrer Pelargonie das kraftraubende Wachstum von Samen. Geraten einzelne Triebe zu lang, können diese problemlos eingekürzt werden. Einen umfassenden Rückschnitt verträgt die Geranie inmitten der Wachstumsphase freilich nicht. Sofern eine Überwinterung geplant ist, schneiden Sie die Pflanze erst kurz vor dem ersten Frost um zwei Drittel ab. Mindestens 2 Augen sollten am einzelnen Trieb verweilen, woraus die Zierpflanze in der nächsten Saison erneut austreibt.

Geranie gießen

Geranien verlangen eine konstante Versorgung mit frischem Gießwasser, mögen indes nasse Füße überhaupt nicht leiden. Gießen Sie Ihre Pelargonie erst dann, wenn Sie mittels Fingerprobe eine angetrocknete Erdoberfläche festgestellt haben. Vermeiden Sie eine Überkopf-Beregnung, sondern geben das Wasser am frühen Morgen oder in den Abendstunden unmittelbar auf den Wurzelballen.

Geranie richtig düngen

Für eine kontinuierliche Nährstoffzufuhr während der Wachstums- und Blütezeit erweist sich die Pelargonie dankbar. Beetpflanzen erhalten von Mai bis August alle 14 Tage eine Portion Kompost mit Hornspänen. Im Kübel und Balkonkasten verwöhnen Sie Ihre Geranien wöchentlich mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Überwintern

Mehrheitlich wird die nicht winterharte Pelargonie in deutschen Hobbygärten nach einer einzigen Sommersaison entsorgt. Tatsächlich verfügt die prächtige Blume über das Potenzial einer mehrjährigen Kultivierung. Damit die Überwinterung gelingt, gehen Sie so vor:

  • Vor dem ersten Frost alle Triebe um zwei Drittel abschneiden und sämtliche Blätter entfernen
  • Die Pflanzen aus der Erde nehmen, gut abschütteln und in Tontöpfe mit einem Blumenerde-Sand-Gemisch setzen
  • Am dunklen Standort bei 5-10 Grad Celsius ganz leicht feucht halten und nicht düngen

Im Februar/März schneiden Sie die Geranien nochmals bis auf 10 cm zurück, indem jeder Schnitt knapp oberhalb einer Knospe ansetzt. Jetzt pflanzen Sie Ihre Wintergäste in frisches Substrat und pflegen sie bis Mitte Mai auf der hellen, warmen Fensterbank.

Geranie vermehren

Die Pelargonie ist am besten mit Stecklingen zu vermehren. Im Juli und August oder im März schneiden Sie kräftige, nicht blühende Triebe mit einem scharfen Messer ab. Der Schnitt setzt dabei knapp unterhalb eines Blattknotens an. Entfernen Sie eventuelle Knospen sowie die Blätter in der unteren Hälfte. Die Stecklinge setzen Sie 2-3 cm tief in kleine Töpfchen, die gefüllt sind mit spezieller Anzuchterde. Am halbschattigen, warmen Platz halten Sie das Substrat konstant leicht feucht, während Ihre Zöglinge emsig bewurzeln.

Geranie im Topf

Im Topf setzen sich primär die straff aufrecht wachsenden Zonal-Geranien eindrucksvoll in Szene. Verwenden Sie eine nährstoffreiche, gut durchlässige Blumenerde, optimiert mit Sand oder Lavagranulat. Über den Wasserablauf legen Sie einige Tonscherben als Drainage. Da proportional zum Wachstum der Wasserbedarf zunimmt, prüfen Sie im besten Fall täglich, ob das Substrat angetrocknet ist. Gießen Sie nur solange, bis die ersten Tropfen auf der Bodenöffnung herauslaufen und entleeren Sie den Untersetzer nach einigen Minuten. Von Mai bis September verabreichen Sie wöchentlich einen handelsüblichen Flüssigdünger für Blühpflanzen. Damit verwelkte, abgefallene Blütenblätter das üppige Erscheinungsbild nicht beeinträchtigen, putzen Sie alle paar Tage das Verblühte aus.

Ist Geranie giftig?

Für Kinder und Erwachsene ist die Geranie nicht giftig; zumindest bezogen auf einen absichtlichen oder unabsichtlichen Verzehr. Bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann es indes zu Ausschlag und Entzündungen kommen. Daher empfehlen wir das Tragen von Handschuhen bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten. Eine tödliche Gefahr bedeutet die Pelargonie für kleine Nagetiere, wie Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen. Halten Sie Ihre pelzigen Mitbewohner fern von der Sommerblume und geben keinesfalls die Blätter als Grünfutter.

Schöne Sorten

  • Lemon Fancy: Pelargonie mit intensivem Duft, rosa Blüten und straff aufrechtem, breitbuschigem Habitus; 45-50 cm
  • Romania: Reich blühende Sorte mit ungefüllten weißen, rosa gestreiften Blüten; mit 20 cm Höhe ideal für Blumenkästen
  • Ville de Paris: Üppige Hänge-Geranie, deren rote Blütenkaskaden alle Blicke auf sich ziehen; bis 100 cm Länge
  • Marena: Immergrüne Zonal-Pelargonie mit lachsrosa Blüten und majestätischer Silhouette; 30-50 cm hoch, 40-60 cm breit
  • Witchwood: Premium-Sorte mit zweifarbigen Blüten in Hellrosa und Violett, geeignet für die Überwinterung; 40 cm
Text: Paula Jansen

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