Frühkartoffeln anbauen – wie die Saat gute Ernte einbringt

Wer früh im neuen Jahr mit der Gartenarbeit beginnt, wird reich belohnt. Zum Beispiel mit Frühkartoffeln. Nach der Aussaat im zeitigen Frühjahr wachsen die Knollen pflegeleicht heran, nur die Nährstoffversorgung sollte gesichert sein. Das Wässern dagegen übernimmt meist der Regen.

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Frühkartoffeln haben eine sehr kurze Reifezeit

Optimaler Boden

Frühkartoffeln liefern eine gute Ernte, wenn das Beet wie folgt beschaffen ist:

  • sandiger Lehmboden
  • humusreich

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Schwere und nasse Böden müssen mit Kompost und ggf. mit Sand verbessert werden. Für Kartoffeln gilt eine Fruchtfolge von drei Jahren.

Nährstoffversorgung

Das Kartoffelbeet kann bereits im Herbst mit einem Langzeitdünger wie Pferdemist versorgt werden. In privaten Gärten wird jedoch meistens kurz vor der Pflanzung mit Kompost gedüngt. Diese einmalige Nährstoffversorgung reicht vollkommen aus, es muss nicht mehr nachgedüngt werden.

Saatkartoffeln

Rechtzeitig zur Pflanzzeit bieten alle Gartencenter, Baumärkte und sogar große Supermärkte Pflanzgut von einigen Frühkartoffelsorten an. Über das Internat können auch seltenere Sorten bezogen werden.

Pflanzzeit

Frühkartoffeln werden je nach Wetterlage Ende März oder April gepflanzt. Das Wetter sollte frostfrei und die Bodentemperatur idealerweise zwischen 8 und 10 Grad liegen. Auch eine Pflanzung im Mai ist möglich, dabei wird jedoch viel wertvolle Zeit verschenkt.

Vorkeimen

An einem hellen und warmen Ort können die Saatknollen bereits 4 bis 6 Wochen vor dem Pflanztermin vorkeimen. Dadurch wird die Erntezeit früher erreicht und eine größere Ernte erzielt.

Pflanzabstände und Tiefe

Frühkartoffeln werden in einem Abstand von 50 x 15 cm oder 40 x 20 cm gepflanzt. Die Knollen werden in etwa 6-10 cm tiefe Pflanzlöcher gesetzt.

Pflege

Nach dem die eingepflanzten Knollen etwa 15 bis 20 cm ausgetrieben haben, werden sie angehäufelt. Bei dieser Gelegenheit kann Unkraut entfernt werden. Selten muss gewässert werden, dann während der Vegetationszeit fällt meist genügend Niederschlag.

Ernte

Etwa 70 bis 90 Tage nach der Aussaat können erste Knollen geerntet werden. Das ist meist im Juni der Fall. Die Kartoffeln haben eine dünne Schale, weswegen sie nicht gut lagerfähig sind. Damit die Knollen nicht beschädigt werden, sollten sie mit einer Grabegabel aus der Erde geholt werden.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: rodimov/Shutterstock

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