Frangipani

Frangipani Aufzucht: Erfolgreich gedeihende Pflanzen

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Frangipani, auch bekannt als Plumeria, verzaubern mit ihrer exotischen Blütenpracht und ihrem betörenden Duft. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung für die erfolgreiche Aufzucht und Pflege dieser tropischen Schönheiten. Erfahren Sie alles über die Wahl der richtigen Vermehrungsmethode, die optimale Substratmischung, die fachgerechte Bewässerung und Düngung sowie die Überwinterung.

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Die Frangipani braucht viel Sonne, um gut zu gedeihen

Die Wahl der richtigen Methode

Für die Aufzucht von Frangipani gibt es zwei gängige Methoden: die Aussaat von Samen und die Vermehrung durch Stecklinge. Jede Methode hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten.

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Aussaat von Frangipani-Samen

Die Aussaat von Samen ist ideal für Gärtner, die Geduld haben und sich auf eine spannende Herausforderung einlassen wollen. Samen bieten die Möglichkeit, einzigartige Pflanzen mit möglicherweise neuen Blütenfarben zu züchten. Dieser Prozess erfordert jedoch Geduld, da es mindestens drei Jahre dauert, bis aus Samen gezogene Pflanzen das erste Mal blühen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie bei einer Aussaat im Frühling oder Sommer. Für eine Aussaat im Herbst oder Winter sind künstliche Lichtquellen erforderlich.

Vermehrung durch Stecklinge

Die Vermehrung durch Stecklinge ist schneller und bietet mehrere Vorteile. Pflanzen aus Stecklingen können bereits im ersten Jahr blühen und sind genetische Kopien der Mutterpflanze, was vorhersehbare Blütenfarben und Eigenschaften sicherstellt. Wählen Sie gesunde, etwa 25-30 cm lange und 2 cm dicke Stecklinge ohne Blüten oder Knospen.

Die Aussaat von Frangipani-Samen

Wenn Sie Frangipani-Samen aussäen möchten, folgen Sie diesen Schritten, um eine erfolgreiche Keimung und gesunde Jungpflanzen zu erhalten:

  1. Zeitpunkt der Aussaat: Frühling oder Sommer sind ideal. Bei Aussaat im Herbst oder Winter nutzen Sie künstliches Licht.
  2. Anzuchtsubstrat: Verwenden Sie Anzuchterde, wie Kaktuserde, gemischt mit einem Drittel Sand, um gute Drainage zu gewährleisten.
  3. Vorbereitung der Samen: Setzen Sie die Samen mit der Fahne nach oben in das Substrat und bedecken sie leicht.
  4. Befeuchten und Abdecken: Befeuchten Sie das Substrat und decken Sie den Topf mit einer durchsichtigen Abdeckung ab. Lüften Sie täglich, um Schimmel zu vermeiden.
  5. Keimung: Nach zwei bis drei Wochen erscheinen die Keimblätter. Entfernen Sie die Abdeckung und halten Sie das Substrat mäßig feucht.
  6. Pikieren und Umtopfen: Sobald die Sämlinge vier echte Blätter haben, setzen Sie sie in eigene Töpfe mit nährstoffreicher Erde um und gießen Sie regelmäßig.

Die Vermehrung von Frangipani durch Stecklinge

Die Vermehrung durch Stecklinge erfordert sorgfältige Vorbereitung und Pflege. Hier sind die Schritte:

Auswahl und Vorbereitung der Stecklinge

Schneiden Sie etwa 25-30 cm lange und 2 cm dicke Stecklinge von gesunden Pflanzen ab. Lassen Sie die Schnittstelle an der Luft trocknen, um Fäulnis vorzubeugen.

Einpflanzen der Stecklinge

  1. Vorbereitung des Substrats: Mischen Sie Kaktuserde mit grobem Sand oder Kies.
  2. Setzen der Stecklinge: Pflanzen Sie die Stecklinge 2 bis 4 cm tief ein und fixieren Sie sie mit Stützstäben.
  3. Standort und Pflege: Stellen Sie den Topf an einen warmen Platz bei etwa 20°C und lassen Sie den Steckling unbedeckt. Halten Sie das Substrat leicht feucht.

Nach sechs bis zwölf Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben. Sobald Wurzeln und neue Blätter sichtbar sind, können Sie die Stecklinge in größere Töpfe umsetzen und regelmäßig gießen.

Die Bewässerung von Frangipani-Stecklingen

Frangipani-Stecklinge sind empfindlich gegenüber Staunässe. Gießen Sie sparsam und achten Sie darauf, dass das Substrat zwischen den Wassergaben trocknet. In trockenen Räumen hilft gelegentliches Besprühen des Stamms mit zimmerwarmem Wasser. Im Winter reduzieren Sie die Wassergaben erheblich.

Das Umtopfen von bewurzelten Frangipani-Stecklingen

Nach der Winterruhe oder im Frühsommer, jedoch nicht während der Blüte, ist der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen. Bereiten Sie einen neuen Topf mit Drainageschicht vor und verwenden Sie gut drainierte Erde. Nach dem Umtopfen gründlich gießen und die Pflanze an einen hellen, warmen Standort stellen.

Die richtige Pflege von Frangipani

Frangipani benötigt viel Licht, regelmäßige Bewässerung im Sommer und eine reduzierte Wassergabe im Winter. Düngen Sie während der Wachstumsperiode mit phosphorreichem Dünger. Vermeiden Sie Staunässe, und achten Sie auf einen gut durchlässigen Boden.

Der richtige Standort für Frangipani

Frangipani benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag. Ein gut drainierter Boden und ein windgeschützter Platz sind ebenfalls entscheidend.

Die Überwinterung von Frangipani

Bringen Sie Ihre Frangipani im Spätherbst in einen hellen, frostfreien Raum mit Temperaturen über 10°C. Reduzieren Sie die Wassergaben stark und gießen Sie nur sparsam, um den Stamm vor dem Austrocknen zu schützen.

Die Topfkultur von Frangipani

Für die Topfkultur wählen Sie einen ausreichend großen Topf und verwenden gut drainierte Erde. Im Sommer sollten Sie die Pflanze ins Freie stellen und im Winter vor Frost schützen. Gießen Sie im Sommer regelmäßig und reduzieren Sie die Wassergaben im Winter.

Die Düngung von Frangipani

Düngen Sie Ihre Frangipani während der Wachstumsperiode regelmäßig mit einem phosphorreichen Dünger, um die Blütenbildung zu fördern. Reduzieren Sie die Düngergaben im Herbst und stellen Sie sie im Winter vollständig ein.

Das Mulchen von Frangipani

Mulchen hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und Unkraut zu unterdrücken. Verwenden Sie organischen Mulch und lassen Sie einen Abstand zum Stamm, um Fäulnis zu vermeiden.

Der Rückschnitt von Frangipani

Schneiden Sie Ihre Frangipani im späten Winter bis frühen Frühling, um die Pflanze kompakt zu halten und die Blütenbildung zu fördern. Verwenden Sie saubere Werkzeuge und tragen Sie Handschuhe, um Hautirritationen durch den Milchsaft zu vermeiden.

Bilder: kungfoofoto / Shutterstock