Frangipani

Frangipani als Zimmerpflanze: Pflege und Standort-Tipps

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Die Frangipani, auch Tempelbaum genannt, verzaubert mit ihren duftenden Blüten und exotischem Flair. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Kultivierung von Frangipanis als Zimmerpflanze und gibt wertvolle Tipps für ihre Pflege.

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Die Frangipani ist eine anspruchsvolle Zimmerpflanze

Standort und Lichtbedürfnisse

Frangipanis benötigen ganzjährig einen sonnigen, warmen Standort. Ein idealer Platz für die Zimmerpflanze ist in der Nähe eines Südfensters, wo sie täglich bis zu acht Stunden Sonnenlicht erhalten kann. Auch ein beheizter Wintergarten mit konstanten Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius bietet optimale Bedingungen. Im Sommer eignet sich auch ein Standort im Freien, beispielsweise auf der Terrasse oder dem Balkon, solange die Nachttemperaturen nicht unter 15 Grad Celsius fallen. Beim Standortwechsel sollte darauf geachtet werden, dass dies nicht zu häufig geschieht, da Frangipanis dies nicht gut vertragen.

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Gießen und Düngen

Während der Wachstumsperiode von Frühling bis Herbst benötigt die Frangipani regelmäßige Wassergaben. Die Erde sollte zwischen den Bewässerungen leicht antrocknen, um Staunässe zu vermeiden. Gießen Sie die Pflanze direkt am Stamm und vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen, um Verbrennungen zu verhindern. In den Wintermonaten sollten die Wassergaben stark reduziert werden.

Für eine gesunde Blütenbildung benötigt die Frangipani während der Wachstumsperiode regelmäßige Düngergaben. Ein hoher Phosphatgehalt im Dünger fördert das Wurzel- und Blütenwachstum.

  • Düngen Sie von Anfang Mai bis Anfang September alle 14 Tage mit einem phosphatreichen Dünger.
  • Junge Pflanzen profitieren von einem stickstoffbetonten Dünger.
  • Stellen Sie die Düngergaben in der Ruhephase vollständig ein.

Diese sorgfältige Pflege fördert eine gesunde, blühfreudige Frangipani.

Umtopfen und Substrat

Sobald das Substrat gut durchwurzelt ist, sollte die Pflanze umgetopft werden. Dies sollte idealerweise nach der Winterpause vor Beginn der Wachstumsperiode geschehen.

  1. Wählen Sie einen Topf, der etwa 1-2 cm größer als das bisherige Pflanzgefäß ist.
  2. Achten Sie darauf, dass der Topf über ausreichend Abzugslöcher verfügt, um Staunässe zu vermeiden.
  3. Füllen Sie eine 1-2 cm hohe Schicht Kies oder Tonscherben als Drainage ein.
  4. Bereiten Sie das neue Substrat vor. Eine Mischung aus Kakteenerde, Perlite, Tonsteinchen und Kokosrinde hat sich als ideal erwiesen, da sie eine gute Drainage und Belüftung bietet.
  5. Lösen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und schütteln Sie die überschüssige Erde von den Wurzeln ab.
  6. Kürzen Sie die Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere um etwa ein Viertel ein, um das Wurzelwachstum zu fördern.
  7. Platzieren Sie die Frangipani in der vorbereiteten Erdmulde des neuen Topfes und füllen Sie die Lücken mit dem Substrat auf.
  8. Drücken Sie das Substrat leicht an und gießen Sie die Pflanze moderat an, damit sich das Substrat gut um die Wurzeln legt.

Nach dem Umtopfen sollte die Pflanze nicht sofort in die direkte Sonne gestellt werden, und aufs Düngen sollte für etwa vier Monate verzichtet werden, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Vermehrung

Die Vermehrung der Frangipani gelingt am einfachsten über Stecklinge.

  1. Schneiden Sie einen etwa 20-25 cm langen Trieb von einem älteren Exemplar ab.
  2. Lassen Sie die Schnittstelle einige Tage an der Luft trocknen und halten Sie ein Streichholz oder Feuerzeug an die Schnittstelle, um das Austreten des Milchsaftes zu stoppen.
  3. Setzen Sie den trockenen Steckling zwei bis vier Zentimeter tief in einen Topf mit einer Mischung aus Anzuchterde und grobem Sand.
  4. Unterstützen Sie den Steckling mit zwei Stützstäben und umwickeln Sie ihn locker mit Bindedraht.
  5. Gießen Sie den Steckling gut an und platzieren Sie ihn an einem warmen Ort.

Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln und die Pflanze beginnt, neue Blätter zu treiben. Alternativ ist auch die Vermehrung durch Samen möglich, die eine Temperatur von mindestens 18 Grad Celsius zum Keimen benötigen.

Überwinterung

Frangipanis sind frostempfindlich und benötigen im Winter besonderen Schutz. Mit dem Herbst sollten die Wassergaben sukzessive reduziert werden. Während der Überwinterung ist Folgendes zu beachten:

  • Stellen Sie die Frangipani ab November an einen hellen Ort mit Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius, idealerweise in einem Wintergarten.
  • Es ist normal, dass die Pflanze viele Blätter verliert. Dadurch verringert sich der Wasserbedarf erheblich.
  • Gießen Sie die Pflanze nur mäßig. Das Substrat sollte in dieser Zeit trockener sein, doch der Wurzelballen darf nicht vollständig austrocknen.
  • Jungpflanzen aus Samen sollten im ersten Winter durchkultiviert, also weiterhin an einem hellen und warmen Standort gehalten werden.

Diese Maßnahmen stellen sicher, dass die Frangipani die kalte Jahreszeit gut übersteht und im Frühjahr wieder kräftig austreiben kann.

Krankheiten und Schädlinge

Frangipanis sind bei guter Pflege recht robust, können aber von verschiedenen Schädlingen oder Krankheiten befallen werden.

  • Spinnmilben: Erkennbar an feinen Gespinsten und hellen Sprenkeln auf den Blättern, bevorzugen trockene Bedingungen.
  • Thripse: Diese hinterlassen silbrig-weiße Stellen auf den Blättern und bevorzugen niedrige Luftfeuchtigkeit.
  • Blattläuse: Diese Schädlinge führen zu verkrüppelten und verfärbten Blättern.
  • Weiße Fliegen: Erkennbar durch klebrige Ablagerungen und gelbe Blätter.

Einige Krankheiten sind:

  • Pilzbefall: Verursacht oft durch zu feuchte Bedingungen, kennzeichnet sich durch braune Flecken oder welkende Blätter.
  • Wurzelfäule: Entsteht meist durch Staunässe, führt zu weichen und matschigen Wurzeln.

Vorbeugende Maßnahmen und Behandlungen umfassen regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge, das Isolieren befallener Pflanzen und die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln oder natürlichen Feinden wie Neemöl. Achten Sie auf optimale Luftfeuchtigkeit und richtige Bewässerung, um die Pflanze gesund zu halten.

Giftigkeit

Frangipanis gehören zur Familie der Hundsgiftgewächse und sind in allen Teilen giftig. Der milchige Pflanzensaft enthält giftige Alkaloide, die bei Hautkontakt zu Reizungen und Entzündungen führen können. Bei Verschlucken können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.

Kinder und Haustiere sollten von der Pflanze ferngehalten werden. Erwachsene sollten beim Beschneiden oder Hantieren mit der Pflanze Handschuhe tragen, um Hautkontakt mit dem giftigen Saft zu vermeiden.

Bilder: Christine C Brooks / Shutterstock