Frangipani

Frangipani Probleme? Pflegetipps für ein prächtiges Wachstum

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Die Frangipani, auch Tempelbaum genannt, verzaubert mit ihren Blüten und ihrem Duft. Dieser Artikel gibt Hobbygärtnern wertvolle Tipps für die Pflege und erläutert die wichtigsten Bedürfnisse der exotischen Pflanze.

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Die Frangipani ist sehr empfindlich

Der ideale Standort für die sonnenverliebte Frangipani

Die Frangipani liebt Wärme und Sonnenschein, denn sie stammt ursprünglich aus den Tropen. Ein vollsonniger Standort fördert das Wachstum und die Blütenbildung. Schatten oder Halbschatten sind ungeeignet.

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Ab Mitte Mai kann die Frangipani ins Freie gestellt werden und bis Ende September dort bleiben, abhängig von den Temperaturen. Auch in der Wohnung gedeiht sie an einem hellen und warmen Platz, etwa in einem Wintergarten oder lichtdurchfluteten Raum.

Die richtige Wasserversorgung – ein Balanceakt

Im Sommer benötigt die Frangipani regelmäßige Wassergaben. An besonders heißen Tagen kann es notwendig sein, morgens und abends zu gießen. Gießen Sie direkt am Stamm, um Verbrennungen auf den Blättern zu vermeiden.

Vermeiden Sie Staunässe unbedingt. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen und sorgen Sie für eine gute Drainageschicht im Pflanzgefäß.

Im Herbst wird die Wassermenge reduziert, bevor die Pflanze im Winter während ihrer Ruhephase gar nicht mehr gegossen wird.

Düngung für ein gesundes Wachstum und üppige Blütenpracht

Von Anfang Mai bis Anfang September benötigt die Frangipani alle zwei Wochen Dünger. Verwenden Sie einen Flüssigdünger, den Sie dem Gießwasser beimischen. Bei Jungpflanzen eignet sich ein stickstoffreicher Dünger zur Förderung des Wachstums. Für ausgewachsene Pflanzen empfiehlt sich ein phosphorhaltiger Dünger, um die Blütenbildung zu fördern.

Ab Oktober wird die Düngung eingestellt, da die Pflanze in ihre Winterruhe eintritt.

Das passende Substrat für die Frangipani

Die Frangipani bevorzugt ein lockeres und luftdurchlässiges Substrat mit leicht saurem pH-Wert. Eine Mischung aus Kakteenerde, Perlite und Pinienrinde ist ideal, um überschüssiges Wasser gut abzuleiten und die Wurzeln ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Ein optimales Mischungsverhältnis könnte so aussehen: 55 Prozent Kakteenerde, 30 Prozent Perlite und 15 Prozent Pinienrinde.

Umtopfen – nur bei Bedarf

Umtopfen ist nur notwendig, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist. Der neue Topf sollte nur geringfügig größer sein, um Stress für die Pflanze zu vermeiden. Der beste Zeitpunkt ist nach der Winterpause im Frühjahr. Umtopfen ist in der Regel alle zwei bis fünf Jahre ausreichend. Verwenden Sie beim Umtopfen eine Drainageschicht, um Staunässe zu vermeiden.

Die Winterruhe der Frangipani

Die Frangipani ist nicht winterhart und benötigt sorgfältige Überwinterung. Ab Herbst, wenn die Temperaturen unter 10 °C fallen, wird die Wassergabe schrittweise reduziert. Die Pflanze wirft ihre Blätter ab und begibt sich in die Ruhephase.

Überwintern Sie die Frangipani an einem hellen Ort bei Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. Unter 10 °C kommt es oft zu Kälteschäden. Während der Winterruhe wird nicht gegossen oder gedüngt. Ab Ende März kann die Pflanze langsam an wärmere Bedingungen gewöhnt werden.

Schädlinge und Krankheiten – Vorbeugen ist besser als Bekämpfen

Eine gesunde Frangipani ist widerstandsfähiger gegen Schädlinge. Dennoch können Spinnmilben, Thripse und Blattläuse auftreten. Diese Schädlinge bevorzugen trockene Luft und besiedeln oft die Blattunterseiten.

Gehen Sie bei Befall wie folgt vor:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Blätter, insbesondere die Unterseiten.
  • Isolieren Sie betroffene Pflanzen, um eine Ausbreitung zu verhindern.
  • Besprühen Sie die Pflanze bei leichtem Befall mit Seifenlauge oder spülen Sie sie mit Wasser ab.
  • Natürliche Feinde wie Florfliegen oder Marienkäfer einsetzen.

Hohe Luftfeuchtigkeit und das Vermeiden von Staunässe minimieren das Risiko eines Befalls.

Vermehrung der Frangipani durch Stecklinge

Die Vermehrung der Frangipani durch Stecklinge ist unkompliziert. So gehen Sie vor:

  1. Schneiden Sie etwa 20 bis 25 cm lange, dicke Zweige einer gesunden Pflanze ab.
  2. Lassen Sie die Schnittstellen einige Tage an der Luft trocknen, um den Milchsaft zu stoppen.
  3. Stellen Sie die getrockneten Stecklinge in ein Glas Wasser an einen warmen und hellen Ort.
  4. Wechseln Sie das Wasser alle paar Tage.
  5. Nach etwa drei Wochen beginnen die Stecklinge, Wurzeln zu bilden.
  6. Pflanzen Sie die bewurzelten Stecklinge in ein Gemisch aus zwei Dritteln Anzuchterde und einem Drittel grobem Sand.
  7. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass.

Mit dieser Methode können Sie erfolgreich neue Frangipani-Pflanzen kultivieren.

Bilder: Cynthia Shirk / Shutterstock