Frangipani

Spinnmilben am Frangipani: Erkennen und bekämpfen

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Frangipani, auch Tempelbaum genannt, sind anfällig für Spinnmilben, die die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen können. Dieser Artikel beleuchtet die Anzeichen eines Befalls, gibt Tipps zur Bekämpfung und zeigt Möglichkeiten zur Vorbeugung auf.

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Spinnmilben sind meist zuerst an Verfärbungen der Blätter zu erkennen

Spinnmilbenbefall bei Frangipanis erkennen

Spinnmilben sind winzige Schädlinge, die sich bevorzugt auf der Unterseite der Blätter verstecken und vom Pflanzensaft der Frangipani ernähren. Sie verursachen verschiedene Symptome, anhand derer Sie einen Befall erkennen können:

  • Verfärbungen: Kleine helle oder gelbe Punkte auf den Blättern deuten auf Einstichstellen der Spinnmilben hin. Fortgeschrittene Schäden zeigen sich als hellgraue bis bronzefarbene Flecken, die Blätter trocknen aus, verfärben sich hellgrün bis cremeweiß und können schließlich ganz vergilben und abfallen.
  • Gespinste: Feine, spinnennetzartige Gespinste treten häufig in den Blattachseln oder an den Blatträndern auf. Diese können bei fortschreitendem Befall größere Bereiche und ganze Triebe bedecken.
  • Deformierungen und Verkümmern: Der Saugschaden führt zu verformten und verkümmerten Blättern sowie einer allgemeinen Schwächung der Pflanze.
  • Schwarze Blattknospen: Bei starkem Befall können die Blattknospen schwarz werden und absterben.

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Ursachen für Spinnmilbenbefall

Spinnmilben bevorzugen trockene und warme Umgebungen, weshalb Frangipanis in Innenräumen besonders gefährdet sind. Weitere Faktoren, die einen Befall begünstigen, umfassen:

  • Niedrige Luftfeuchtigkeit: Insbesondere Heizungsluft in Innenräumen kann die Luftfeuchtigkeit auf unter 40 % senken, was ideale Bedingungen für Spinnmilben schafft.
  • Stress: Pflanzen, die unter Stress stehen, beispielsweise durch Nährstoffmangel oder unzureichende Lichtverhältnisse, sind anfälliger. Stress schwächt die natürlichen Abwehrmechanismen der Pflanze.
  • Übergang von Außen- zu Innenhaltung: Der plötzliche Wechsel im Herbst kann Stress verursachen und die Anfälligkeit der Pflanze erhöhen.
  • Alte Blumenerde: Abgenutzte Blumenerde kann zu Nährstoffmängeln führen, die die Pflanze schwächen und anfälliger für Spinnmilben machen. Umtopfen in frische Erde kann hilfreich sein.

Bekämpfung von Spinnmilben

Es gibt mehrere Methoden, Spinnmilben an Frangipanis zu bekämpfen:

Hausmittel

Verschiedene Hausmittel können helfen, Spinnmilben zu beseitigen:

  • Abduschen: Duschen Sie die Pflanze regelmäßig mit einem starken Wasserstrahl ab, um Spinnmilben und ihre Gespinste zu entfernen. Decken Sie das Substrat mit einer Plastiktüte ab, um zu verhindern, dass Schädlinge in die Erde gelangen.
  • Besprühen: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser.
  • Seifenlauge: Eine Lösung aus Wasser und milder Kaliseife kann Spinnmilben ersticken. Spülen Sie die Blätter gründlich, um Seifenrückstände zu entfernen.
  • Neemöl: Neemöl ist ein natürliches Insektizid, das effektiv gegen Spinnmilben wirkt.
  • Knoblauch- oder Zwiebelsud: Besprühen oder gießen Sie die Pflanze mit einem Sud aus Knoblauch- oder Zwiebelschalen, um die Spinnmilben zu vertreiben.

Chemische Mittel

Sollten Hausmittel nicht ausreichen, können chemische Mittel wie Akarizide eingesetzt werden. Diese enthalten Wirkstoffe wie Rapsöl oder Fettsäure-Kalium und sollten gemäß den Anweisungen auf dem Produkt angewendet werden.

Nützlinge

Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) sind nützliche Helfer, die Spinnmilben fressen und einen Befall biologisch kontrollieren können. Sie benötigen jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit, um sich erfolgreich vermehren zu können.

Vorbeugung von Spinnmilbenbefall

Um einem Spinnmilbenbefall vorzubeugen, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser oder das Aufstellen von Wasserschalen in der Nähe der Pflanze kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
  • Optimale Pflege: Sorgen Sie für ausreichendes Gießen ohne Staunässe, regelmäßiges Düngen und einen geeigneten Standort mit viel Licht.
  • Regelmäßige Kontrolle: Kontrollieren Sie Ihre Pflanze mindestens einmal wöchentlich auf Anzeichen eines Befalls, um frühzeitig reagieren zu können.
  • Luftzirkulation verbessern: Lüften Sie regelmäßig oder stellen Sie die Pflanzen an zugigen Orten auf, um die Luftzirkulation zu verbessern und die Vermehrung der Spinnmilben zu hemmen.
Bilder: Timcharinee / Shutterstock