Frangipani

Frangipani vermehren: Stecklinge oder Samen? Tipps & Tricks

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Der betörende Duft und die exotische Schönheit der Frangipani lassen sich durch verschiedene Vermehrungsmethoden im eigenen Garten etablieren. Dieser Artikel erläutert die erfolgreiche Vermehrung durch Stecklinge und Aussaat, von der Auswahl des Materials bis zur Pflege der Jungpflanzen.

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Die Frangipani lässt sich gut über Samen vermehren

Vermehrung über Stecklinge

Möchten Sie die Pracht Ihrer Frangipani vervielfältigen und dabei die Sortenreinheit bewahren, ist die Vermehrung durch Stecklinge eine empfehlenswerte Methode. Damit die Bewurzelung gelingt, sollten Sie einige Punkte beachten.

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Stecklinge schneiden

Auswahl der Triebe: Wählen Sie kräftige, gesunde Zweige mit einer Länge von etwa 25 cm aus. Die Triebe sollten bereits verholzt und nicht mehr grün sein.

Schnittführung: Verwenden Sie ein sauberes, scharfes Messer oder eine Gartenschere, um die Stecklinge abzutrennen. Achten Sie auf einen glatten Schnitt, um das Pflanzengewebe zu schonen.

Vorbereitung: Entfernen Sie die meisten Blätter, belassen Sie jedoch zwei bis drei Blätter an der Spitze, um die Photosynthese zu ermöglichen.

Behandlung der Schnittstellen

Um Infektionen vorzubeugen und den Austrocknungsprozess zu unterstützen, benötigen die Schnittstellen besondere Aufmerksamkeit.

Versiegelung: Um den Milchsaftfluss zu stoppen, können Sie die Schnittstelle kurz über einer Flamme erhitzen. Alternativ können Sie die Stecklinge einige Tage an einem dunklen, trockenen Ort lagern, bis der Saft eingetrocknet ist.

Bewurzelung der Stecklinge

  1. Substrat vorbereiten: Mischen Sie zwei Drittel Anzuchterde mit einem Drittel grobem Sand, um eine gute Drainage zu gewährleisten und ein optimales Wurzelwachstum zu ermöglichen.

Stecklinge einpflanzen: Setzen Sie die Stecklinge vorsichtig etwa 2 bis 4 cm tief in das Substrat. Stützen Sie sie bei Bedarf mit kleinen Stäben.

Standort: Wählen Sie einen warmen Standort mit einer Bodentemperatur um die 20 Grad Celsius. Um Schimmelbildung zu vermeiden, ist eine Abdeckung nicht erforderlich.

Pflege: Gießen Sie die Stecklinge regelmäßig und halten Sie das Substrat leicht feucht. Vermeiden Sie Staunässe, um Fäulnis vorzubeugen. Innerhalb weniger Wochen sollten sich die ersten Wurzeln bilden.

Vermehrung über Samen

Wenn Sie die faszinierende Entwicklung der Frangipani von Anfang an erleben möchten, bietet sich die Vermehrung über Samen an. Diese Methode erfordert zwar mehr Geduld und die ersten Blüten zeigen sich erst nach einigen Jahren, doch sie ermöglicht Ihnen, die Vielfalt dieser exotischen Pflanze in all ihren Facetten zu entdecken.

Aussaat

Substrat vorbereiten: Verwenden Sie ein gut durchlässiges Anzuchtsubstrat. Eine Mischung aus handelsüblicher Aussaaterde und Sand im Verhältnis 2:1 bietet gute Voraussetzungen.

Samen säen: Legen Sie die Samen leicht schräg in die Erde, sodass die Flügel sichtbar bleiben. Bedecken Sie sie leicht mit Substrat, um den Kontakt zur Erde zu fördern, ohne sie vollständig zu begraben.

Gießen und Standortwahl: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Platzieren Sie die Aussaat an einem warmen Ort mit einer Temperatur um 25°C und sorgen Sie für ausreichend Licht.

Luftfeuchtigkeit und Belüftung: Decken Sie die Aussaat mit Frischhaltefolie oder einer durchsichtigen Plastikhaube ab, um die Luftfeuchtigkeit hochzuhalten. Lüften Sie täglich, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Pflege der Sämlinge

Keimung beobachten: Die ersten Keimlinge erscheinen in der Regel nach 2 bis 3 Wochen.

Pikieren: Sobald die Sämlinge mehrere Blätter entwickelt haben und groß genug sind, können Sie sie vorsichtig in einzelne Töpfe mit einer ähnlichen Substratmischung umpflanzen.

Weiteres Gießen und Düngen: Halten Sie die Jungpflanzen gleichmäßig feucht und beginnen Sie nach einigen Wochen mit der Düngung. Verwenden Sie dabei einen schwach dosierten Flüssigdünger.

Bilder: S.SITTA H / Shutterstock