Die Fichte – ein kurzer Steckbrief

Fichten dienen nicht nur als Bauholz, viele Arten haben auch Einzug in den heimischen Garten gehalten. Besonders begehrt sind hier Zwergformen mit kugeligem oder kegelförmigem Wuchs, aber auch die Serbische (Picea omorika) oder die Orientalische (Picea orientalis) Fichte.

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Die Zapfen der Fichte hängen an den Ästen

Die verschiedenen Fichtenarten

Die im Wald häufig wachsende Fichte, bekannt als Gewöhnlich oder Gemeine Fichte (bot. Picea abies) ist in der Forstwirtschaft relativ wichtig, da sie als wertvolles Bauholz für Möbel, Instrumente und den Hausbau liefert. Aber auch in der Papierindustrie und als Brennholz findet die Fichte Verwendung.

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Die Serbische Fichte (bot. Picea omorika) wird gern in Gärten und Parks gepflanzt. Sie wächst langsamer als die Gewöhnliche Fichte, dafür aber mit einer schmalen Krone. Ihre Nadeln stehen recht dicht und der Stamm trägt bis zum Boden Äste. Dadurch ergibt sich eine harmonische Form.

Die Zuckerhutfichte eignet sich besonders gut für den heimischen Garten. Sie wächst für eine Fichte sehr langsam, muss nicht beschnitten werden und behält von allein seine kegelige Form. So eigent sich diese Fichte sehr gut für die Pflanzung im Topf für den Balkon oder die Terrasse.

Der richtige Standort

Die meisten Arten der Fichte bevorzugen einen eher sonnigen Standort und haben keine besonderen Ansprüche an den Boden. Er sollte jedoch durchlässig und nicht zu trocken sein. Je trockener eine Fichte steht, desto größer ist die Gefahr, dass sie vom Borkenkäfer befallen wird. Ist der Boden Ihres Gartens relativ trocken, dann sind die Serbische Fichte oder die Stechfichte vermutlich am besten geeignet.

Die Fichte pflanzen

Eine Fichte aus dem Container kann fast ganzjährig gepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Sie braucht aber in den ersten Wochen ausreichend Wasser um gut anzuwurzeln. Je größer der Baum beim Pflanzen ist, desto wichtiger ist ein Stützpfahl für die Fichte. Sie ist recht windanfällig und sollte so stehen, dass sie auch bei einem Sturm keinesfalls auf Gebäude stürzen kann.

Die Fichte richtig pflegen

Einmal gut angewurzelt ist die Fichte recht pflegeleicht. Sie braucht keinen regelmäßigen Rückschnitt und eigentlich auch keinen Dünger. Eventuell kontrollieren Sie ab und zu den pH-Wert des Bodens. Die abfallenden Fichtennadeln macht den Boden im Laufe der Zeit sauer. Mit Kalkgaben können Sie dem Versauern gegensteuern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • verschiedene Arten für den Garten geeignet
  • Standort: am besten sonnig oder nur leichter Schatten
  • nicht direkt neben Gebäude pflanzen
  • windempfindlich (kann dann leicht umkippen)
  • braucht keinen Rückschnitt
  • verträgt keine Staunässe
  • bei lange anhaltender Trockenheit droht Schädlingsbefall

Tipps

Für den Garten gibt es besser geeignete Arten als die Gewöhnliche Fichte.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Anteromite/Shutterstock

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