Die faszinierende Heilwirkung der Fichte

Von der Heilwirkung der Fichte waren schon die Alten Ägypter überzeugt. Bis heute finden mehrere Bestandteile des wohlduftenden Nadelbaums Anwendung, um verschiedene körperliche und seelische Beschwerden zu lindern. Welche heilsame Wirkung die Fichte haben kann, verrät Ihnen dieser Beitrag.

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Junge Fichtentriebe können zu Fichtenhonig oder -sirup verarbeitet werden

Hat die Fichte heilsame Wirkung?

Der Fichte wird heilsames Potenzial zugeschrieben. Sie soll in erster Linie beruhigend, aber auch aufweckend, antibakteriell und antioxidativ sowie schleimlösend wirken. Demzufolge kann sie bei unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen zum Einsatz kommen, etwa den folgenden:

  • durch die beruhigende Wirkung bei Stress, Nervosität und Schlafstörungen
  • durch die aufweckende Wirkung bei Müdigkeit und Erschöpfung
  • durch die antibakterielle und antioxidative sowie schleimlösende Wirkung bei Husten und diversen Entzündungskrankheiten, vor allem der Atemwege

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Welche Bestandteile der Fichte sind medizinisch wirksam?

Als medizinisch wirksame Pflanzenteile der Fichte gelten vornehmlich:

  • Nadeln
  • junge Triebe
  • Harz

Fichtennadeln enthalten ätherische Öle: Für den typischen Fichtenduft zeichnet Bornylacetat verantwortlich. Die beruhigende Wirkung des ätherischen Fichtennadelöls ist wissenschaftlich-pharmazeutisch bestätigt. Idealer Sammelzeitpunkt: Juni bis August

Junge, hellgrüne Fichtenspitzen sind reich an frischem, reinen Fichtenharz. Das Harz soll aufgrund seiner organischen Säuren und ätherischen Öle entzündungshemmend und insbesondere desinfizierend wirken. Idealer Sammelzeitpunkt: Mai

Übrigens: Die Pflanzenteile der Fichte bringen auch das für viele Prozesse im Körper wichtige Vitamin C mit.

Was kann man aus den Bestandteilen der Fichte machen?

Die potenziell heilsam wirkenden Bestandteile der Fichte können Sie sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden.

Innerliche Anwendung:

  • Fichtennadeltee
  • Fichtensirup
  • Fichtenhonig

Äußerliche Anwendung:

  • Fichtennadelbad
  • Fichtenharzsalbe

Wichtig: Alle Varianten sollten nur bei akuten Beschwerden und vorübergehend angewendet werden.

Wie einen Fichtennadeltee und ein Fichtennadelbad zubereiten?

Lust auf einen Fichtennadeltee? So geht’s:

  1. Drei ganze Triebe mit den Spitzen nach unten in die Tasse stecken.
  2. Mit heißem Wasser aufgießen.
  3. Nach fünf Minuten die Ästchen entfernen.
  4. Auf Wunsch mit einem Teelöffel Honig oder Agavensaft abschmecken.
  5. Täglich bis zu drei Tassen genießen.

Ein beruhigendes und entspannendes Heilbad mit Fichtennadeln in der eigenen Badewanne gefällig? So geht’s:

  1. 500 Gramm Triebe und Nadeln mit der fünf- bis zehnfachen Menge Wasser ansetzen.
  2. Eine Stunde ziehen lassen.
  3. Zugedeckt langsam zum Kochen bringen.
  4. Wenige Minuten kochen.
  5. Zehn Minuten ziehen lassen.
  6. Als Badezusatz verwenden.

Tipp

Fichtennadelöl – auch ein Seelentröster?

Das ätherische Fichtennadelöl kann nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut tun. Viele Menschen empfinden den speziellen, erfrischenden Duft der Fichte als emotional entspannend, aber auch aufmunternd und erweckend.

Text: Natascha Mussger
Artikelbild: Chamille White/Shutterstock

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