So ziehen Sie eine Fichte als Bonsai – Tipps und Tricks

Einen Bonsai selbst zu ziehen ist für die Freunde der Bonsaikunst sicher sehr reizvoll, für Anfänger jedoch nicht so einfach. Wie Sie vorgehen sollten, um eine Fichte als Bonsai zu erziehen, erfahren Sie hier.

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Bonsai-Fichten können im Haus oder im Garten gezogen werden

Eignet sich die Fichte überhaupt als Bonsai?

Viele verschiedene Bäume eignen sich als Bonsai. Zu unterscheiden sind dabei Pflanzen für die reine Zimmerkultur und Gartenbonsais. Die Fichte ist winterhart und eignet sich für beide Varianten. Sie können diesen Baum also auch als Bonsai in Ihrem Garten kultivieren. Dort braucht sie jedoch einen guten Winterschutz.

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Welche Fichte eignet sich am besten?

Für die Erziehung zum Bonsai sind vor allem langsam wachsende Arten der Fichte geeignet. Die als Bonsai beliebteste Art ist die Ajan-Fichte (bot. Picea jezoensis) aus Ostasien. In Europa wird diese Fichte jedoch nicht gezüchtet und ist auch nicht sehr weit verbreitet.

Mit einer Zuckerhutfichte (bot. Picea glauca conica), einer Sachalin-Fichte (bot. Picea glehnii) oder einer Stech-Fichte (bot. Picea pungens) sind gute Erfolge auch für Anfänger leicht zu erreichen, vor allem wenn mit bereits verholzten Stecklingen gearbeitet wird. Aber auch Zwergformen der Gewöhnlichen oder Gemeinen Fichte (bot. Picea abies) eignen sich gut als Bonsai.

Für Bonsai geeignete Fichten:

  • Ajan-Fichte, bot. Picea jezoensis
  • Gewöhnliche Fichte (Rotfichte, Gemeine Fichte), bot. Picea abies, vor allem Zwergformen davon
  • Sachalin-Fichte, bot. Picea glehnii
  • Stech-Fichte, bot. Picea pungens
  • Zuckerhutfichte, bot. Picea glauca conica

Wie erziehe ich eine Fichte zum Bonsai?

Regelmäßiges Schneiden und Drahten ist nötig, um die Fichte in eine schöne Form zu bringen. Beim Umtopfen, das etwa alle zwei bis vier Jahre erfolgen sollte, beschneiden Sie auch den Wurzelballen.

Wie pflege ich meine Bonsai Fichte?

Grundsätzlich mag die Fichte einen sonnigen Standort, ist aber als Bonsai im Sommer für leichten Schatten dankbar. Da eine Bonsai Fichte in der Regel im Topf oder in einer Schale gezogen wird, kann der Wurzelballen im Winter leicht gefrieren. Der Baum kann nicht ausreichend Wasser aus dem Boden ziehen und die Nadeln werden braun.

Ausreichendes Gießen ist also ebenso wichtig, wie regelmäßiges Düngen. Etwa alle zwei Wochen versorgen Sie Ihre Bonsai Fichte mit speziellem Bonsaidünger. Im September können Sie die Düngergaben langsam einstellen, bis im Frühjahr der Austrieb beendet ist.

Bonsai Fichte – kurze Pflegeanleitung:

  • im Sommer halbschattig stellen
  • im Winter vor Frost und eisigem Wind schützen
  • Boden im Sommer konstant feucht halten, im Winter und Frühjahr nur mäßig feucht
  • Staunässe vermeiden
  • vom Frühjahr bis zum September alle 14 Tage düngen
  • regelmäßig beschneiden
  • Wurzelschnitt etwa alle 2 bis 4 Jahre

Tipps

Auch wenn eine Fichte naturgemäß winterhart ist, braucht sie als Bonsai einen guten Winterschutz, nicht nur vor Frost sondern auch vor eisigem Wind.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Raquel Pedrosa/Shutterstock

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