euphorbia-winterhart
Die Euphorbia helioscopia ist winterhart

Unterarten der Euphorbia – winterhart oder nicht?

Die weltweit mehr als 2.000 verschiedenen Unterarten der Pflanzengattung Euphorbia (deutsch: Wolfsmilchgewächse) sind nicht nur optisch sehr vielfältig, sondern unterschieden sich auch in ihren Ansprüchen bei der Standortwahl sowie der Pflege. Da Wolfsmilchgewächse ihre natürlichen Verbreitungsgebiete quer durch verschiedene Klimazonen und Erdregionen haben, können über die Frostempfindlichkeit nur sehr bedingt pauschale Aussagen getroffen werden.

Bestimmte Wolfsmilcharten werden besser ganzjährig im Haus kultiviert

Diverse Arten der Euphorbia stammen aus tropischen und subtropischen Naturlandschaften und Wüstengebieten, in denen das Klima ganzjährig deutlich wärmer ausfällt als in Mitteleuropa. Entsprechend können auch beispielsweise die folgenden Wolfsmilcharten nicht nur auf Minusgrade, sondern bereits auf Temperaturen unter 10 Grad Celsius durchaus empfindlich reagieren:

Sogar der sogenannte Zauberschnee ist im Freien nicht winterhart und muss geschützt im Haus überwintert werden. Diese Euphorbia-Arten werden daher entweder ganzjährig im Zimmer oder Wintergarten kultiviert, oder den Sommer über als Kübelpflanzen auf der Terrasse aufgestellt und im Herbst rechtzeitig in das Winterquartier umgesiedelt.

Die winterharten Sorten sind optisch schlichter

Tatsächlich gibt es aber doch auch Wolfsmilchgewächse, die Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius im Außenbereich trotzen können. Diese unterscheiden sich optisch aber deutlich von den kaktusähnlichen Verwandten. In ein kiesiges Staudenbeet können an einem geeigneten Standort diese staudenartigen Wolfsmilchgewächse ausgepflanzt werden:

  • Euphorbia helioscopia
  • Euphorbia peplus
  • Euphorbia myrsinites
  • Euphorbia palustris
  • Euphorbia marginata

Die Wuchshöhe beträgt bei diesen Wolfsmilcharten in der Regel deutlich weniger als 1 m. Im Gegensatz zu den sukkulenten Zimmerpflanzen der Gattung stehen die aufgelisteten Wolfsmilcharten im Gartenbeet gerne eher feucht und nährstoffreich.

Rückschnitt im Herbst vermeiden

Ein Rückschnitt der winterharten Euphorbien sollte nur dann im Herbst erfolgen, wenn es sich um eine Art handelt, die zum Überwintern komplett in den Boden einzieht. Bei den übrigen Garten-Euphorbien sollte dagegen das Pflanzenmaterial möglichst vollständig bestehen bleiben, da es einen gewissen Frostschutz für den Wurzelbereich bietet. Ein notwendiger Rückschnitt kann dann schonender im Frühjahr erfolgen.

Tipps

Auch die winterharten Euphorbien-Arten zeichnen sich durch den charakteristisch milchigen Pflanzensaft aus. Daher sollte bei Pflegemaßnahmen ein gewisser Schutz vor den Inhaltsstoffen des giftigen Milchsafts stets sichergestellt sein.

Text: Alexander Hallsteiner Artikelbild: Bakusova/Shutterstock

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