Der Eisenhut: eine Staude mit besonders prachtvoller Blüte

Der Eisenhut hat über die Jahrhunderte hinweg die verschiedensten Trivialnamen erhalten, die sich oftmals auf die eigentümliche Blütenform beziehen. Immerhin sehen die Einzelblüten durchaus annähernd wie ein Ritterhelm aus.

Eisenhut blüht
Die Blüte des Eisenhuts erinnert, wie der Name schon sagt, entfernt an kleine Hütchen

Die Blüte des Eisenhuts im eigenen Garten erleben

Die folgenden Trivialnamen sind nur wenige Beispiele für die vielen Trivialnamen, die dem Eisenhut in verschiedenen Regionen gegeben wurden:

  • Isenhütlein
  • Fischerkip
  • Kappenblumen
  • Papenmütze
  • Sturmhut
  • Mönchskappe

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Die Wildform des Blauen Eisenhuts (Aconitum napellus) wächst auch heute noch an vielen Berghängen der Alpen und der deutschen Mittelgebirge, da sie eher kühle und gleichmäßig feuchte Standorte zu schätzen weiß. Wenn Sie den Eisenhut auch in Ihrem Garten an einem Platz mit möglichst lehmhaltigem Boden aussäen dann können Sie sich je nach Unterart von Juli bis September oder auch später über eine ausdauernde Blüte freuen.

Wichtige Tipps zur Nutzung als Schnittblume

Bei den Zuchtsorten des Eisenhuts befinden sich oft mehr Einzelblüten an jedem Stängel als bei der Wildform. Da alle Teile des Eisenhuts stark giftig sind, sollte dieser nur mit Handschuhen berührt werden. Die Aufstellung als Schnittblume in einer Vase auf dem Esstisch ist nicht zu empfehlen, da hierdurch bereits Unfälle mit versehentlich verzehrten Blütenteilen geschehen sind. Überhaupt sollte diese extrem giftige Zierpflanze nur in Haushalten ohne Kinder oder Haustiere aufgestellt werden, in denen alle Bewohner über die Gefährlichkeit dieser trotzdem schönen Blühpflanze Bescheid wissen. Geschnitten werden sollten die Blüten, wenn etwa 30 % der Einzelblüten geöffnet sind.

Tipps

Obwohl der Eisenhut auch als medizinisches Heilmittel genutzt wird, ist von eigenen Experimenten mit dieser Pflanze dringend abzuraten. Bereits ein Verzehr von etwa 2 Gramm der Wurzel kann zu schweren Vergiftungserscheinungen mit Todesfolge führen.

Text: Alexander Hallsteiner

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