Den Drachenbaum ganz einfach selbst vermehren

Der Drachenbaum ist im gut sortierten Handel als Zimmerpflanze heutzutage in vielen verschiedenen Unterarten zu bekommen. Wenn Sie Ihre Innenräume gerne mit mehreren Exemplaren begrünen möchten, so können Sie bei ausreichend großen Mutterpflanzen relativ einfach selbst für die Vermehrung über Stecklinge sorgen.

Drachenbaum Stecklinge
Der Drachenbaum lässt sich gut über Stecklinge vermehren
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Manche Pflanzen sind eher blühfaul

Der Drachenbaum gehört zu denjenigen Pflanzen, die üblicherweise auch im kommerziellen Gartenbau mit seinen oftmals professionelleren Bedingungen nicht per Aussaat der Samen vermehrt werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Drachenbaum an sich überhaupt nur sehr selten blüht und damit gar nicht die Voraussetzungen für eine unkomplizierte Samengewinnung mitbringt. Wie praktisch also, dass dafür die vegetative Vermehrung über das Bewurzeln von Stecklingen beim Drachenbaum relativ unkompliziert funktioniert. Diese Art der Vermehrung hat ohnehin auch den Vorteil, dass die auf diese Weise gewonnen Jungpflanzen nicht nur sortenecht sind, sondern auch bereits eine gewisse Größe und damit einen Startvorsprung für das weitere Wachstum aufweisen.

Den Rückschnitt für die Vermehrung nutzen

Grundsätzlich sollten die meisten Drachenbäume ja nicht unmittelbar an einer sehr sonnigen Stelle im Raum platziert werden. Insbesondere die Drachenbaumarten mit dunkelgrünen Blättern gedeihen an einem eher halbschattigen Platz sehr viel besser. An zu dunklen Standorten kann aber das Höhenwachstum unattraktive Ausmaße annehmen, wenn sich die Pflanzen dem Licht richtiggehend entgegenstreckt. Machen Sie das Beste aus dieser Situation und nutzen Sie dieses Stammwachstum für die Gewinnung etwa 15 cm langer Stecklinge. Keine Sorge in Bezug auf die Mutterpflanze: Gesunde Drachenbäume treiben bei guter Pflege nach einem solch radikalen Rückschnitt stets schnell wieder aus und bilden neue Triebe.

So können Stecklinge des Drachenbaums bewurzelt werden

Die frisch geschnittenen Stecklinge sollten Sie bei der Vermehrung des Drachenbaums bewusst erst einmal für etwa 24 Stunden antrocknen lassen. Dann können diese in ein Wasserglas gestellt oder auch direkt in ein relativ feuchtes Substrat bzw. in feuchten Sand gesteckt werden. In der Regel bilden sich schon innerhalb weniger Wochen genügend Wurzeln, um die auf diese Art gewonnen Jungpflanzen umtopfen zu können. Achten Sie bei den Jungpflanzen in der ersten Zeit noch auf eine Sonderbehandlung bei der Pflege:

  • regelmäßig mit feinem Wassernebel besprühen für eine hohe Luftfeuchtigkeit
  • nicht zu viel Sonne
  • die feinen Wurzeln beim Umpflanzen nicht verletzen
  • Vorsicht vor Staunässe an den Wurzeln

Übertreiben sollte man es nicht

Auch wenn Sie das Drachenbaum-Fieber gepackt hat, so sollten Sie es mit der Stecklingsvermehrung nicht übertreiben. Gönnen Sie einer Mutterpflanze etwa zwei Jahre Ruhe, bevor Sie diese erneut für die Stecklingsgewinnung in Betracht ziehen. Der Neuaustrieb erfordert nämlich nicht nur viel Kraft, sondern stellt immer auch ein Stück weit ein Risiko des Krankheitsbefalls an den Schnittstellen dar.

Tipps

Die Schnittstellen an der Mutterpflanze können Sie nach der Gewinnung des Stecklings mit etwas Kohlestaub einreiben oder mit künstlichem Baumharz versiegeln. Sie sollten die Schnittstelle aber in jedem Fall für etwa einen Tag lang antrocknen lassen.

Text: Alexander Hallsteiner
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