Die sensiblen Kraftpakete der Clematis – ihre Knospen

In freudiger Erwartung haben Sie die Knospen der Clematis immer wieder in Augenschein genommen. Doch sie scheinen sich nicht öffnen zu wollen. Oder dauert das noch? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die Knospen der Waldrebe!

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Die Knospen der Clematis öffnen sich zwischen Frühling und Sommer

Wann öffnen sich die Knospen der Clematis?

Das Öffnen der Knospen ist abhängig davon, welche Clematisart Sie gepflanzt haben. Es gibt Arten, deren Knospen sich bereits im Frühling öffnen und jene, deren Blüten sich erst im Sommer präsentieren.

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Zu den im Frühling (April bis Mai) blühenden Clematis gehören beispielsweise die Clematis montana, Clematis macropetala und Clematis alpina. Im Sommer hingegen öffnen sich die Blüten der Clematis viticella, campaniflora und texensis.

Wie sehen die Knospen der Clematis aus?

Die Knospen der Waldrebe befinden sich an kurzen Stielen und haben je nach Art eine rundliche bis länglich-zugespitzte Form. Manchmal sind sie an ihrem spitzen Ende leicht verdreht. Zunächst noch unscheinbar eine hellgrüne Farbe aufweisend, werden sie nach und nach durchscheinender. Kurz vor dem Öffnen der Knospen zeigen sie die Farbe der Blütenblätter der jeweiligen Clematis auf.

Ist das Schneiden zur Ausbildung der Knospen wichtig?

Erst nach dem Rückschnitt der abgeblühten Clematis, bilden sich neue Triebe und Knospen.
Die im Sommer blühenden Clematis brauchen im Herbst oder Frühjahr einen Rückschnitt.

Wenn Sie eine früh blühende Clematis wie die Clematis montana im Herbst oder Frühjahr zurückschneiden, müssen Sie damit rechnen, dass Sie damit auch die Knospen für die Blüten entfernen. Diese Exemplare sollten daher direkt nach der Blüte geschnitten werden, um neue Knospen für das kommende Frühjahr ausbilden zu können.

Weshalb öffnen sich die Knospen der Clematis nicht?

Mehrere Ursachen können dazu führen, dass sich die Knospen der Clematis nicht öffnen. Dazu gehören unter anderen:

  • Nährstoffmangel
  • falscher Standort
  • zu trockene Erde
  • Erkrankungen

Düngen Sie Ihre Clematis regelmäßig beispielsweise mit Kompost (am besten schon im Herbst) oder mit Flüssigdünger.
Ein zu sonniger Fuß der Clematis sollte Schatten beispielsweise durch eine Unterpflanzung erhalten. Das verhindert auch, dass die Erde zu schnell austrocknet.
Beachten Sie unbedingt, welche Clematisart Sie gepflanzt haben und wann diese geschnitten werden muss, um neue Knospen ausbilden zu können!

Bilden sich nach dem Schneiden der Clematis neue Knospen?

Bei manchen Clematis-Hybriden lohnt es sich, die verwelkten Blüten im Sommer abzuschneiden, da sich daraufhin mit Glück, einer guten Nährstoffversorgung und ausreichend Wasser neue Knospen bilden können und eine zweite Blütenflor entstehen wird.

Tipp

Schädlinge fressen gern an den Knospen der Clematis

Hinter Knospen, die sich nicht öffnen, können auch Schädlinge stecken. Sie fressen sich durch die Blütenhüllblätter in das Innere der Blüten der Clematis. Kontrollieren Sie daher bei einem Verdacht einzelne Knospen auf einen Befall.

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Nahhana/Shutterstock

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