Clematis sachgemäß einpflanzen – darauf kommt es an

Fachgerecht eingepflanzt, gedeiht die standorttreue Clematis über viele Jahre im Garten. Schenken Sie daher dem Pflanzvorgang alle gärtnerische Aufmerksamkeit. Lesen Sie hier, auf welche Aspekte es ankommt für ein vitales Wachstum einer Waldrebe.

Clematis einpflanzen

Beste Pflanzzeit beginnt im August

Die idealen Startbedingungen findet die Waldrebe vor im sonnenwarmen Boden bei Temperaturen von 14 bis 22 Grad Celsius. Wir empfehlen daher, die Jungpflanzen in der Zeit von August bis Oktober einzupflanzen. Auf diese Weise starten die Clematis im nächsten Jahr bestens verwurzelt mit einem vorteilhaften Wachstumsvorsprung in die Saison.

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An diesem Standort fühlt sich die Clematis wohl

Als hervorragender Kletterkünstler favorisiert die Waldrebe einen Standort, an dem die Ranken ab und zu von der Sonne beschienen werden, während die Wurzeln schattig liegen. Um Fassaden mit Ausrichtung nach Süd-West oder West zu begrünen, kommt Clematis daher stets in die engere Auswahl. Idealerweise ist das Erdreich nahrhaft, humos und frisch-feucht, ohne die Gefahr von Staunässe.

Wo die Licht- und Temperaturverhältnisse stimmen, jedoch der Boden zu wünschen übrig lässt, pflanzen Sie die Waldrebe kurzerhand in einen großen Kübel. Von dort aus lenken Sie die Ranken an die geeignete Kletterhilfe, sofern diese nicht bereits integriert ist.

So verläuft die perfekte Pflanzung

Während der Boden vorbereitet wird, stellen Sie die noch eingetopfte Jungpflanze in ein Gefäß mit Wasser. Je intensiver der Wurzelballen durchtränkt ist, desto geschmeidiger ist er während der Pflanzung zu handhaben. In diesen Schritten gehen Sie vor:

  • Eine Pflanzgrube anlegen mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens
  • An der Grubensohle eine Drainage anlegen aus Splitt,(12,80€ bei Amazon*) Kieselsteinen oder Tonscherben
  • Die ausgetopfte Waldrebe so tief einpflanzen, dass 2 Augenpaare unter der Erdoberfläche liegen
  • Den Wurzelballen leicht schräg einsetzen, ausgerichtet zur Kletterhilfe

Die ungewöhnliche Pflanztiefe macht aus zwei Gründen Sinn: Die Waldrebe bildet ein kräftigeres Wurzelsystem. Darüber hinaus dienen die Augen als ‘Reserve’. Sollten die Ranken von der Clematis-Welke betroffen werden und absterben, treibt die Waldrebe im nächsten Jahr aus den schlafenden Knospen freudig wieder aus.

Tipps & Tricks

Die große Clematis-Familie hat nicht nur wunderschöne Kletterkünstler zu bieten. Mit der Teppich-Waldrebe (Clematis x jouiniana) und der nicht kletternden Stauden-Clematis (Clematis integrifolia) sowie den dazugehörigen Sorten, gibt es jede Menge traumhaft blühender Bodendecker zu erkunden.

Text: Paula Jansen

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