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Blaukorn ist für die Düngung vom Buchsbaum wenig empfehlenswert

Buchsbaum besser nicht mit Blaukorn düngen

Der immergrüne Buchs mag auf den ersten Blick etwas langweilig erscheinen, ist aber überaus vielseitig. Das Gehölz wächst nur sehr langsam, kann aber sehr alt werden - und, sofern man ihn nicht oder nur wenig schneidet, bis zu fünf Meter hoch. Buchs fühlt sich in humosem, leicht lehmigen Boden am wohlsten - und sollte regelmäßig mit einer Düngergabe bedacht werden. Das von vielen Gärtnern gern verwendete Blaukorn eignet sich jedoch nicht dafür.

Weshalb Blaukorn für Buchsbaum ungeeignet ist

Blaukorn enthält sehr viel Phosphor, der jedoch für Buchs verschwendet ist: Der Nährstoff ist vor allem für Blühpflanzen wichtig, Buchsbaum jedoch blüht nur sehr selten. Auch die sonstige Zusammensetzung des Düngemittels sorgt bei regelmäßiger Anwendung für eine Überdüngung, auf die Buchs sehr empfindlich reagiert. Zwar ist das Gehölz auf eine regelmäßige Düngung angewiesen, braucht aufgrund seines langsamen Wachstums jedoch nur wenig und vor allem in einer anderen Zusammensetzung. Wichtig sind vor allem die Nährstoffe Kalium und Stickstoff – beide sorgen zudem für die schöne grüne Farbe der Blätter. Wollen Sie dennoch mit Blaukorn düngen, genügen einige wenige Körner.

Geeignete Düngemittel für Buchs

Es gibt eine Reihe geeigneterer Düngemittel für Buchsbaum, die die benötigten Nährstoffe und Spurenelemente enthalten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Buchsbaumdünger: gibt es in verschiedenen Formen und sind perfekt auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Buchsarten angepasst
  • Grünpflanzendünger: auch diese Mischungen sind auf die Bedürfnisse von Grünpflanzen abgestimmt und sorgen für eine schöne Blattfarbe
  • Kompost: dieses biologische Düngemittel ist perfekt für viele Pflanzen, auch für Buchs, Vorteil: Nährstoffe werden langsam abgegeben, Überdüngung nicht möglich
  • Hornspäne oder Hornmehl: haben einen hohen Stickstoffgehalt, insbesondere in Kombination mit Kompost perfekt für Buchs
  • Gesteinsmehl: gut für einen basischen Boden, den Buchs braucht, enthält außerdem viele wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, nur in Kombination (z. B. mit Kompost und Hornspänen)
  • Eierschalen: Buchs braucht Kalk, weshalb Sie Eierschalen zerstoßen und zum Gießwasser hinzugeben können
  • Brennnesseljauche: selbst angesetzte Brennnesseljauche ist ein wunderbarer Flüssigdünger, der zudem Schädlinge fernhält. Mischen Sie Gesteinsmehl in den Sud, das mildert den strengen Geruch.

Weniger geeignet sind dagegen organische Düngemittel wie beispielsweise Stallmist oder Kaffeesatz. Ersteres ist ideal für Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf, Kaffee dagegen senkt den pH-Wert des Bodens.

Tipps

Am einfachsten gelingt die ausreichende Versorgung des Buchs mit einem Langzeitdünger: Diesen bringen Sie im zeitigen Frühjahr aus und haben anschließend Ruhe.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: juergenhu/Shutterstock

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