So legen Sie Bohnen

Die Kultur von Bohnen lohnt sich, denn die Ernte ist ertragreich und die Pflanzen benötigen vergleichsweise wenig Pflegeaufwand. Einige Besonderheiten müssen Sie jedoch beachten, damit die Samen erfolgreich keimen und nicht zu faulen beginnen.

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15cm Abstand ist beim Säen von Bohnen ausreichend

Ansprüche an Boden und Standort

Busch- und Stangenbohnen haben keine besonderen Anforderungen an die Bedingungen im Garten. Sie gedeihen gut auf leichten bis mittelschweren Untergründen, die humos und tiefgründig aufgelockert sind. Ein neutraler pH-Wert sowie warme und sonnige Verhältnisse verbessern das Wachstum. Buschbohnen wachsen im Gegensatz zu den größeren Verwandten auch im Halbschatten.

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Da die Bohnen wärmebedürftig sind, sollten Sie diese nicht vor Mai legen. Ab dem 10. Mai ist eine Aussaat im Beet möglich. Wenn Spätfröste drohen, decken Sie die Saatreihen mit einem Vlies ab. Folgesaaten empfehlen sich bis zum 10. Juli. Bei günstigem Wetter liefern die in der zweiten Julihälfte ausgesäten Exemplare bis Mitte Oktober gute Erträge.

So machen Sie es richtig:

  • Substrat mit Kompost anreichern
  • drei Zentimeter tiefe Reihen formen
  • auf einen Reihenabstand von 40 Zentimeter achten
  • alle 15 Zentimeter zwei Bohnensamen direkt nebeneinander auslegen
  • den schwächeren Keimling entfernen, falls beide Samen aufgehen

Vorkultur

Ab Anfang April lassen sich die Samenkörner von frühen Sorten im kleinen Plastiktopf auf der Fensterbank vorziehen. Pro Gefäß finden vier bis fünf Exemplare Platz. Im Frühbeet oder dem Gewächshaus sollten frostfreie Bedingungen herrschen. Besteht Frostgefahr, holen Sie die Pflanzgefäße über Nacht ins Haus.

Pflege

Drücken Sie die Erde leicht an. Ein Angießen ist im Mai oft nicht notwendig, da die Substratfeuchte ausreicht. Zu viel Wasser führt schnell zum Verfaulen des Saatguts. Bei späteren Aussaaten zwischen Juni und Juli gießen Sie das Beet, wenn die Witterungsbedingungen außergewöhnlich trocken sind. Bis zur Blüte sollten Sie die Erde zwei Mal auflockern.

Tipps

Gelbhülsige Sorten erweisen sich als geringfügig anspruchsvoller als grüne Exemplare. Hier müssen Sie etwas mehr Aufmerksamkeit in die Pflegemaßnahmen stecken.

Mischkulturen

Da Bohnengewächse eine lange Zeit benötigen, bis sie ihre vollständige Wuchshöhe erreicht haben, können Sie den Platz während dieser Phase anderweitig nutzen. Säen Sie Radieschen in das Beet. Sie sind erntereif, bevor die Bohnen die gesamte Fläche einnehmen. Als optimale Pflanzpartner für gemischte Kulturen erweisen sich Salate, Gurken und Sellerie. Kapuzinerkresse und Bohnenkraut schützen die Nachbarn vor Schädlingen. Dagegen sollten Sie auf Lauch- und Zwiebelgewächse sowie Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie verzichten.

Bodenverbesserung

Bohnen eignen sich als Nachkultur für starkzehrende Gemüsesorten, denn sie verbessern den Boden nachhaltig. Wie alle Leguminosen binden Knöllchenbakterien, die an den Pflanzenwurzeln in Symbiose mit den Nutzpflanzen leben, Luftstickstoff und geben diese an die Pflanze ab. Lassen Sie daher die abgeernteten Exemplare auf dem Beet verrotten, damit die Nährstoffe dem Boden zugeführt werden.

Text: Christine Riel
Artikelbild: DedovStock/Shutterstock

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