Bodendecker schneiden – Wann es sinnvoll ist

Bodendecker zurückschneiden - ist das nicht überflüssig? In vielen Fällen schon, in manch anderem, gärtnerisch anspruchsvollerem Fall hingegen nicht. Wann und wie ein Bodendecker gestutzt werden sollte, erfahren Sie in folgendem Artikel.

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Manchmal ist es sinnvoll, Bodendecker im Zaum zu halten

Wann Bodendecker den Rückschnitt brauchen

Nur allzu gern werden Bodendecker als zierende Begrüngung für Flächen eingesetzt werden, um die man sich nicht viel kümmern müssen möchte – und in vielen Fällen ist das auch eine hervorragende Lösung. Das gilt aber vor allem für unabhängige Flächen, freie Böschungen oder natürlich eingegrenzte Areale unter Bäumen.

Wenn ein Bodendecker allerdings eine gartengestalterisch etwas anspruchsvollere, form- und strukturbildende Aufgabe übernehmen soll, erfordert er natürlich auch mehr Pflegearbeit. Dazu gehört vor allem der Rückschnitt.

Ein anderer Grund, bei Bodendeckern die Schere anzusetzen, ist schlichtweg die Dezimierung, die insbesondere bei besonders wüchsigen und übergriffigen Sorten wie Efeu oder Günsel nötig ist, um das Überwuchern von benachbarten Beeten zu verhindern.

Letztlich kann der Schnitt von Bodendeckern auch nötig sein, um ihre profane Aufgabe der Unkrauthemmung zu unterstützen. Zuweilen kann der Wuchs, wenn er völlig sich selbst überlassen wird, nämlich etwas lückenhaft werden. Ein regelmäßiger Schnitt kann den Neuaustrieb kontrolliert verdichten und die Pflanzendecke für die effektive Unkrautverdrängung homogener schließen.

Die Hauptgründe für den Rückschnitt von Bodendeckern sind also:

  • In Form bringen bei anspruchsvollen Zierpflanzungen
  • Verhindern von übermäßiger Ausbreitung
  • Verdichtung zur effektiveren Unkrauthemmung

Was beim Rückschnitt zu beachten ist

Wenn Sie Bodendecker für eine wohlstrukturierte, ordentliche Pflanzgestaltung von Beeten oder Gräbern nutzen, ist den Rückschnitt am häufigsten nötig – natürlich je nachdem, wie akkurat Sie die Konturen einzelner Polster halten möchten. Vier Stutzschnitte pro Jahr sollten Sie dabei aber nicht überschreiten. Bei so häufigen Eingriffen sollten Sie außerdem auch regelmäßig düngen – am besten mit organischem Dünger wie Kompost oder Hornspänen.

Bodendeckern, die schnell Ausläufer bilden wie Ysander, Pfennigkraut oder Günsel muss immer wieder Einhalt geboten werden, indem man sie an den Rändern des Pflanzteppichs kappt, – das heißt, ihr Wuchsgeflecht mitsamt den Wurzeln mit dem Spaten abzustechen.

Um die Unkrautbekämpfung eines Bodendeckers zu verbessern, etwa bei Immergrün, sollten Sie den Wuchs an den Pflanzbasen regelmäßig steuern, indem Sie lange, weiß außen ansetzende Triebe einkürzen. Dadurch wird die Pflanze dazu gebracht, weiter innen auszutreiben und sich nach und nach zu verdichten.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Timeshooting/Shutterstock

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