Geranien als Bodendecker – Sorten für Schatten und Sonne

Geranien gehören zu den artenreichsten Pflanzengattungen- und in unseren Breiten auch sicherlich zu den beliebtesten Gartenzierden. Bodendeckende Sorten sind besser als Storchschnäbel bekannt. Auch hier können Sie aus einem sortenreichen Fundus schöpfen.

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Die Geranie gibt es auch als Bodendecker

Geranien und Pelargonien – der Unterschied

Beim Namen Geranien denkt man normalerweise sofort an Balkonkästen (106,25€ bei Amazon*) zünftiger Fachwerkhäuser – dem liegt allerdings eine weit verbreitete, volkstümliche Gattungsvermischung zugrunde. Denn bei den üppigen, rot bis rosa blühenden Balkonklassikern handelt es sich richtigerweise um Pelargonien. Diese Gattung ist zwar eng mit jener der Geranien verwandt, wird ihr heute aber nicht mehr zugerechnet. Beide Gattungen gehören indes zur Familie der Storchschnabelgewächse – als Storchschnäbel sind auch die meisten sonstigen Geranienarten bekannt.

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Also nochmal zur Klarheit:

  • Geranien und Pelargonien sind zwei unterschiedliche Gattungen innerhalb der Storchschnabelgewächse
  • Pelargonien werden im Volksmund fälschlicherweise als Geranien bezeichnet
  • sonstige Geraniensorten sind eher als Storchschnäbel bekannt

Bodendeckende Geranien

Unter den bodendeckenden Geranien, bzw. den Storchschnäbeln, gibt es wiederum einige verschiedene Arten, die sich im Aussehen und auch in den Standortbedingungen unterscheiden. Allen Bodendecker-Geranien gemein sind freilich das attraktive, flächig-sternförmige Blattwerk und die zarten Blüten in rosaroten, violetten bis weißlichen Tönen. Außerdem sind sie allesamt – im Gegensatz zu den Pelargonien – winterharte Stauden und können bedenkenlos im Freiland kultiviert werden. Sie eignen sich hervorragend zur schlicht-dekorativen Bepflanzung von freien Flächen und Böschungen, als Begleitzierde in Blumenrabatten oder als Unterpflanzung von Rosen.

Kennzeichen der Bodendecker-Geranien:

  • typisch flächiges, sternförmiges und schmuckes Blattwerk
  • zarte, rosarote, violette bis weißliche Blüten
  • winterharte Stauden
  • sehr vielseitig einsetzbar

Die verschiedenen Sorten

Viele Storchschnäbel lieben eher halbschattige Standorte – sie grüßen in der Natur daher auch gern in beschaulichen Herden unter lichten Gebüschen oder leicht beschatteten Rodungsflächen. Es gibt aber auch einige Arten, die lieber sehr sonnig stehen. Bodentechnisch bevorzugen die meisten Storchschnäbel einen lehmigen, basischen und stickstoffhaltigen Grund. Hier ein paar Sorten im Überblick, geordnet nach halbschattigen und sonnigen Standorten:

Für den Halbschatten:

  • Balkan-Storchschnabel: sehr verbreitet bei uns, bietet daher einen heimeligen Anblick, gedeiht auch im Vollschatten
  • Himalaya-Storchschnabel: nach oben gerichtete Blüten, breitet sich stark aus
  • Bodendecker-Storchschnabel: reiche Blüte, gut bodendeckend, sehr robust, fast wintergrün

Für sonnige Standorte:

  • Blut-Storchschnabel: großblütig, verträgt Trockenheit
  • Pyrenäen-Storchschnabel: ausgesprochen schöne Blüten, samt sich selbst gut aus
Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Claudia Schueth/Shutterstock

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