Storchschnabel blüht nicht – Woran liegt’s?

Blau, violett, rosa oder weiß blühen die auffälligen, schalen-, rad- oder tellerförmigen Blüten des Storchschnabels. Manche weisen eine dunklere Aderung auf oder haben ein helles Zentrum. Geranium ist recht pflegeleicht und blüht in der Regel auch sehr zuverlässig. Manchmal jedoch will der ersehnte Blütenschmuck einfach nicht erscheinen bzw. ist nach kurzer Zeit schon wieder vorbei. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Storchschnabel ohne Blüte
Ein falscher Standort kann der Grund dafür sein, dass der Storchschnabel nicht blüht

Blütezeit der verschiedenen Arten beachten

So mancher Storchenschnabel-Besitzer wundert sich, wenn die Pflanze angeblich (gemäß Internetquellen) von Juni bis Oktober blühen soll und dann doch nur einen Monat schafft. Oder die bereits im Mai erwartete Blüte sich erst im Juli blicken lässt. Der Grund hierfür liegt in den sehr unterschiedlichen Blütezeiten der verschiedenen Storchschnabel-Arten, wovon einige bereits im Frühjahr ihre Blütenkelche öffnen – und dann spätestens im Juni mit ihrer Blüte schon durch sind – und andere erst recht spät blühen. Viele Geranium-Arten haben zudem eine nur sehr kurze Blütezeit, während vor allem die Hybriden durchaus mehrere Monate hindurch blühen können.

Storchschnabel nach der Blüte zurückschneiden

Doch gerade die früh und nur kurz blühenden Storchenschnäbel lassen sich durch einen rechtzeitigen Rückschnitt zu einer zweiten Blüte anregen. Dazu schneiden Sie die Staude kurz nach dem Verblühen zurück, sie wird innerhalb von sechs bis acht Wochen erneut durchtreiben und neue Blüten ausbilden. Nach dem Schnitt können Sie die Pflanze mit ein wenig sofort verfügbaren Volldünger zu versorgen und so zusätzlich eine Anregung bieten. Achten Sie jedoch auch darauf, spät blühende Sorten nicht im Juli zu schneiden und so die Blüte zu entfernen, bevor sie überhaupt aufbrechen kann.

Passenden Standort wählen

Ein weiterer Grund für die Blühunwilligkeit mancher Storchenschnäbel ist der falsche Standort. Ebenso wie bei der Blütezeit unterscheiden sich die verschiedenen Geranium-Arten auch im Hinblick auf ihre Standort-Bedürfnisse. So mancher Storchschnabel blüht nicht, weil er entweder zu sonnig oder zu schattig steht. Aus diesem Grund achten Sie unbedingt auf die erforderlichen Bedingungen, was natürlich auch für den Boden gilt. Grundsätzlich bevorzugen Storchschnäbel einen lehmig-humosen Untergrund, wobei einige Arten eher nährstoffreiche und mäßig feuchte bis feuchte Böden und andere eher magere, trockene Substrate bevorzugen.

Tipps

Ist im Hinblick auf Substrat, Standort und Blütezeit alles in Ordnung, der Storchschnabel aber trotzdem nicht blühen will, so kann dies auch an einem Nährstoffmangel liegen. In diesem Fall düngen Sie die Pflanze mit einem rasch verfügbaren – d. h. möglichst flüssigen – Volldünger.

Text: Ines Jachomowski

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