Beerenobst schneiden – das müssen Sie wissen!

Nicht alle Beerenobstsorten brauchen einen Rückschnitt. Holunderbeeren und Sanddorn müssen nicht zurückgeschnitten werden. Anders sieht es bei Stachelbeeren und Johannisbeeren aus. Wenn hier alte Triebe nicht entfernt werden, tragen die Sträucher kaum noch Beeren.

Beerenobst schneiden

Beerenobst, das nicht oder nur wenig geschnitten werden muss

Zu den Beerensorten, die Sie einfach wachsen lassen können, gehören:

  • Holunderbeeren
  • Sanddorn
  • Heidelbeeren
  • Preiselbeeren

Heidelbeeren und Preiselbeeren treiben jedes Jahr fast völlig neu aus, sodass sich die Pflanzen von allein verjüngen. Hier empfiehlt es sich nur, die Sträucher gelegentlich auszulichten. Dann bekommen die Beeren mehr Licht und werden dadurch größer und aromatischer.

Holunderbeeren und Sanddorn wachsen an großen Sträuchern, die Baumgröße erreichen. Ein Rückschnitt ist überflüssig, da die Kronen nicht sehr dicht werden. Diese Beeren wachsen ohnehin, selbst wenn sie nur wenig Licht bekommen.

Diese Sorten müssen Sie schneiden

  • Rote und weiße Johannisbeeren
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Stachelbeeren

Rote und weiße Johannisbeeren schneiden

Bei Johannisbeeren kommt es beim Rückschnitt auf die Sorte an. Rote und weiße Sträucher tragen die meisten Früchte an den zwei- und dreijährigen Trieben.

Alle Triebe, die abgeerntet wurden, werden nach der Ernte direkt über dem Boden abgeschnitten. Neutriebe müssen am Strauch verbleiben.

Bei schwarzen Johannisbeeren wachsen die Beeren bereits am einjährigen Holz. Schneiden Sie deshalb alle Triebe direkt nach der Ernte ab.

Stachelbeeren schneiden

Auch hier erfolgt der Rückschnitt nach der Ernte oder spätestens bis zum Einsatz des Frostes.

Stachelbeeren tragen an den ein- bis dreijährigen Trieben. Geschnitten werden also nur die Triebe, die drei Jahre alt sind, denn diese würden im nächsten Jahr nur noch wenige Beeren hervorbringen.

Pflegeschnitte für alle Beerenobststräucher

Für alle Beerenobstsorten gilt, dass abgestorbene, vertrocknete Äste ausgeschnitten werden. Das gilt auch für kranke Zweige.

Zu dicht stehende Triebe oder Zweige, die quer durch den Strauch wachsen, sollten ebenfalls ausgelichtet werden.

Tipps & Tricks

Erfahrene Gärtner schneiden ihre Beerenobststräucher erst im Frühjahr, da dann keine Blätter mehr an den Sträuchern hängen. Dazu gehört allerdings ein geschultes Auge, das erkennt, welches Alter die Triebe haben. Anfänger sollten besser gleich nach der Ernte zur Schere greifen, um Schnittfehler zu vermeiden.

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Text: Sigrid Hestermann

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