Der richtige Rückschnitt von Hochstamm-Johannisbeeren

Hochstamm-Johannisbeeren sehen dekorativ aus und benötigen weniger Platz im Beet als Sträucher. Sie brauchen allerdings mehr Pflege. Besonders das jährliche Zurückschneiden ist wichtig. Nur bei einem richtigen Rückschnitt bilden die Pflanzen viele neue Triebe für eine reiche Ernte.

Johannisbeeren Hochstamm schneiden

Der jährliche Rückschnitt von Hochstamm-Johannisbeeren

  • Alte Äste entfernen
  • Verkahlte und schwache Triebe ausschneiden
  • Krone auslichten
  • Hochstamm in Form schneiden

Die beste Zeit zum Schneiden

Hochstämmchen schneiden Sie am besten im zeitigen Frühjahr gleich nach den letzten Frosttagen.

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Zum Zurückschneiden ist je nach Dicke der Äste eine Gartenschere oder Astschere geeignet.

Einjährige Triebe stehen lassen

Schneiden Sie alle alten Triebe ab. An den jungen Ästen wachsen die meisten und süßesten Früchte. Nur schwächliche oder zu dicht stehende Jungtriebe sollten Sie besser entfernen.

Zunächst werden alle nach unten hängenden Äste so abgeschnitten, dass nur die einjährigen Verzweigungen am Hochstamm bleiben.

Anschließend werden alle aufrecht stehenden Zweige, die verkahlt sind, direkt an der Basis entfernt. Sie erkennen solche Triebe daran, dass sich eventuell vorhandene Knospen vertrocknet anfühlen. Durch das Ausschneiden regen Sie die Bildung neuer Äste im nächsten Jahr an.

Hochstämmchen auslichten

Schwächliche Triebe in der Krone sollten Sie auslichten. Sie nehmen der Pflanze unnötig Kraft und tragen selbst nur wenige Beeren. Das gilt auch für Jungtriebe, die quer durch die Krone wachsen.

Durch das Auslichten sorgen Sie dafür, dass die Früchte an den Haupttrieben genügend Sonne bekommen. Sie können dann größere und süßere Johannisbeeren ernten.

Das Johannisbeer-Hochstämmchen in Form schneiden

Bei Sträuchern spielt die Form keine so große Rolle wie bei Hochstämmern. Sie werden gerade deshalb gern angebaut, weil sie im Garten so dekorativ wirken.

Alle Äste und Zweige, die zu weit nach oben oder zur Seite wachsen, kürzen Sie, sodass das Hochstämmchen seine kompakte, gleichmäßige Form behält.

Tipps & Tricks

Achten Sie darauf, dass Sie nur saubere und möglichst scharfe Scheren verwenden. Die Schnitte müssen exakt ausgeführt werden, damit das Holz nicht reißt. In den Rissen nisten sich Krankheiten ein. Sorgen Sie auch dafür, dass die Scherenblätter ganz sauber sind, damit Sie keine Pilzsporen von anderen Pflanzen auf die Johannisbeere übertragen.

Text: Sigrid Hestermann

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