Johannisbeere

Johannisbeeren düngen: Tipps für eine ertragreiche Ernte

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Johannisbeeren begeistern mit ihren fruchtig-säuerlichen Aromen und wertvollen Vitaminen. Um die Ernte zu optimieren und gesunde Pflanzen zu fördern, ist eine ausgewogene Düngung essenziell. Dieser Ratgeber erläutert die Auswahl geeigneter Dünger, die richtige Anwendung und die Bedeutung der wichtigsten Nährstoffe für Ihre Johannisbeeren.

Johannisbeeren düngen

Geeignete Dünger für Ihre Johannisbeeren

Um Ihre Johannisbeeren bei gesundem Wachstum und einer reichen Ernte zu unterstützen, sollten Sie auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr achten. Hierfür eignen sich verschiedene Dünger:

  • Kompost: Er verbessert die Bodenqualität und liefert gleichzeitig eine Vielzahl an Nährstoffen. Im Frühjahr können Sie etwa drei bis vier Liter Kompost pro Quadratmeter Beetfläche ausbringen.
  • Organischer Langzeitdünger: Diese Dünger setzen die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg frei und versorgen Ihre Johannisbeeren so kontinuierlich. Die Anwendung erfolgt idealerweise im Frühjahr vor dem Austrieb.
  • Spezieller Beerendünger: Mit seiner abgestimmten Nährstoffzusammensetzung ist dieser Dünger optimal auf die Bedürfnisse von Johannisbeeren abgestimmt. In der Regel handelt es sich dabei um organische Dünger, die zusätzlich das Bodenleben fördern.

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Hinweis: Vermeiden Sie chloridhaltige Dünger, da diese Ihren Johannisbeeren schaden können.

Düngung von Johannisbeeren: Schritt für Schritt

Die richtige Düngung trägt maßgeblich zur Gesundheit und Ertragskraft Ihrer Johannisbeeren bei. Mit diesen Schritten erzielen Sie optimale Ergebnisse:

  1. Düngerauswahl: Wählen Sie einen organischen Dünger, der speziell auf die Bedürfnisse von Beerenobst abgestimmt ist. Achten Sie auf einen ausgewogenen Gehalt an Stickstoff, Kalium und Phosphor.
  2. Zeitpunkt: Düngen Sie Ihre Johannisbeeren im Frühjahr vor dem Austrieb und erneut im Herbst nach der Ernte. So starten die Pflanzen optimal versorgt in die neue Saison.
  3. Bodenvorbereitung: Lockern Sie den Boden um die Johannisbeeren vorsichtig auf, um den Dünger besser einarbeiten zu können, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
  4. Düngerausbringung: Verteilen Sie den Dünger gleichmäßig im Wurzelbereich der Pflanzen. Achten Sie darauf, dass er nicht direkt mit Stängeln und Blättern in Kontakt kommt, um Verbrennungen zu vermeiden.
  5. Einarbeiten und Gießen: Arbeiten Sie den Dünger leicht in die oberste Bodenschicht ein und gießen Sie die Pflanzen anschließend gut an. So gelangt der Dünger zu den Wurzeln und die Nährstoffe können schnell aufgenommen werden.

Dosierung: Beachten Sie die Herstellerangaben zur Dosierung, um eine Über- oder Unterdüngung zu vermeiden. Passen Sie die Menge außerdem an die Größe und das Alter Ihrer Johannisbeerpflanzen an.

Organische Düngung mit Mulch

Mulchen ist eine natürliche Methode, um Ihre Johannisbeeren mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig den Boden zu schützen. Die Vorteile des Mulchens sind vielfältig:

  • Langsame Nährstofffreisetzung: Durch die Zersetzung des Mulchs durch Bodenorganismen wird Humus gebildet und der Boden mit Nährstoffen angereichert. Dieser Prozess kann jedoch Stickstoff verbrauchen, sodass eine zusätzliche Düngung notwendig sein kann.
  • Feuchtigkeitsschutz: Die Mulchschicht reduziert die Verdunstung und hält den Boden länger feucht. Das ist besonders in trockenen Perioden von Vorteil.
  • Unkrautunterdrückung: Eine ausreichend dicke Mulchschicht verhindert das Wachstum von Unkraut.

Empfehlungen für das Mulchen:

  1. Um den Stickstoffbedarf Ihrer Johannisbeeren zu decken, können Sie vor dem Mulchen Hornspäne ausbringen.
  2. Warten Sie mit dem Mulchen, bis die Pflanzen einige Zentimeter ausgetrieben sind.
  3. Passen Sie die Dicke der Mulchschicht an die Wuchshöhe der Pflanzen an und lassen Sie einen Abstand zu den Blättern, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  4. Befeuchten Sie den Mulch regelmäßig, um die Zersetzung und Nährstofffreisetzung zu fördern.

Geeignete Mulchmaterialien für Johannisbeeren sind beispielsweise Rasenschnitt oder Stroh. Verteilen Sie den Mulch gleichmäßig um die Pflanzen.

Bedeutung von Stickstoff, Kalium und Magnesium

Eine ausreichende Versorgung mit den Hauptnährstoffen ist entscheidend für die Gesundheit und Fruchtbarkeit Ihrer Johannisbeeren:

  • Stickstoff (N): Als wichtiger Baustein von Chlorophyll und Proteinen ist Stickstoff essentiell für das Pflanzenwachstum. Er fördert die Blattbildung und trägt indirekt zur Bildung von Vitamin B bei.
  • Kalium (K): Dieses Element reguliert den Wasserhaushalt der Pflanze, stärkt die Zellwände und verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Krankheiten. Kalium erhöht zudem die Fruchtqualität und sorgt für ein stabiles Pflanzengewebe.
  • Magnesium (Mg): Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil des Chlorophylls und damit unerlässlich für die Photosynthese. Es unterstützt den Eiweißaufbau, die Bildung von Vitaminen und die Speicherung von Kohlenhydraten und Proteinen. Dies wirkt sich positiv auf den Geschmack und die Textur der Johannisbeeren aus.

Sorgen Sie für eine ausgeglichene Nährstoffversorgung, um Ihren Johannisbeeren optimale Wachstumsbedingungen zu bieten und reiche Ernten zu erzielen.