Beeren pflanzen und so für eigenes Naschobst sorgen

Im Gegensatz zu Kirsch-, Apfel- und Birnbäumen können Beerensträucher auch auf vergleichsweise kleinen Flächen angebaut werden, außerdem kommt man bei der Ernte ohne eine Leiter aus. Werden bei der Pflanzung von Beerensträuchern im Garten oder im Pflanzkübel auf dem Balkon einige grundlegende Dinge beachtet, steht dem vitaminreichen Genuss aus eigenem Anbau nichts mehr im Wege.

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Himbeeren aus dem eigenen Garten sind ein wahrer Gaumenschmaus

Wie wählt man geeignete Pflanzen für den eigenen Garten aus?

Beim Beerenobst stehen Sie gewissermaßen vor der Qual der Wahl, schließlich stehen die nachfolgenden Beerenarten in zahlreichen Sorten zur Auswahl:

  • Johannisbeeren
  • Stachelbeeren
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Brombeeren

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Natürlich könnte diese Liste auch noch um exotischere Beerensorten erweitert werden. Da die meisten Beerensorten durchaus ähnliche Anforderungen an ihren Standort stellen, sollten Sie die Auswahl nicht zuletzt nach ihrem persönlichen Geschmack treffen. Werden verschiedene Beerensorten beim Anbau im Garten oder auf dem Balkon kombiniert, fällt natürlich auch die Erntezeit entsprechend abwechslungsreich und lang aus.

Welche Standorte eignen sich für den Beerenanbau?

Während sich Johannis- und Stachelbeeren an sonnigen bis halbschattigen Standorten sehr wohl fühlen, können wilde Heidelbeeren im Gegensatz zu Kulturheidelbeeren auch im Schatten angebaut werden. Himbeeren und Brombeeren kommen unter ansonsten geeigneten Standortbedingungen mit verschieden starker Sonneneinstrahlung zurecht.

Was sollte beim Einpflanzen oder Umpflanzen der Beerensträucher beachtet werden?

Achten Sie darauf, die Wurzeln der Sträucher beim Ein- und Umpflanzen möglichst wenig zu verletzen. Das Pflanzloch sollte idealerweise etwas größer als notwendig ausgehoben und mit humosem Substrat und mitunter auch etwas Hornspäne (6,39€ bei Amazon*) als Langzeitdünger aufgefüllt werden.

Wie können Beerensträucher vermehrt werden?

Johannisbeeren können sehr leicht über Stecklinge vermehrt werden. Himbeeren und Brombeeren bilden in der Regel von selbst unterirdische Ausläufer, die mit einem scharfen Spaten unkompliziert abgestochen und an einen anderen Standort verpflanzt werden können.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Beerensträucher?

Grundsätzlich ist der Herbst die optimale Pflanzzeit für Beerensträucher. Das gilt besonders, wenn es sich um wurzelnackte Pflanzen handelt. Bei Brombeeren kann es mitunter vorteilhafter sein, die Pflanzung eher im Frühjahr vorzunehmen. So können die Pflanzen an ihrem neuen Standort vor dem Winter gut anwurzeln.

Wann sind die gängigsten Gartenbeeren an den Sträuchern reif für die Ernte?

Himbeeren können in der Regel von Juni bis Juli geerntet werden, manche Sorten tragen auch noch ein zweites Mal im selben Jahr. Brombeeren können von Juni bis Oktober frische Früchte liefern, da ihre Früchte erst langsam nach und nach ausreifen. Während Johannisbeeren nach dem Johannistag am 24. Juni benannt wurden und entsprechend ab Ende Juni geerntet werden können, entfalten Stachelbeeren erst im Juli und August ihre volle Reife und Süße.

Welches Substrat benötigen Beerensträucher für ein gesundes Wachstum?

Grundsätzlich eignen sich für den Anbau von Beeren alle Gartenböden mit halbwegs humosem Substrat. Auf die Staunässe und Sauerstoffarmut in lehmigen Böden reagieren die flach wurzelnden Beerensträucher durchaus empfindlich. Sehr sandige Böden können durch die Einarbeitung von reifem Kompost vor der Pflanzung um humose Substratanteile ergänzt werden.

Tipps

Pflanzen Sie Johannisbeeren und Stachelbeeren nicht zu dicht aneinander, da diese ohnehin in kürzester Zeit zu großen Sträuchern heranwachsen. Himbeeren und Brombeeren können in Reihen entlang einer Rankhilfe in einem Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern gepflanzt werden und sorgen anschließend selbst für die Vermehrung durch Bildung neuer Ruten.


Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Polina Mifsud/Shutterstock

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